EEG-Novelle bringt die Geothermie voran
[Berlin, den 08.07.2011] Zur heutigen abschließenden Beratung des Bundesrates zum Energiepaket betont der GtV-Bundesverband Geothermie seine Zustimmung zu der vom Bundestag bereits beschlossenen EEG-Novelle 2012. Die Erhöhung der Einspeisevergütung für geothermisch erzeugten Strom wird die Erdwärmenutzung deutlich befördern, so dass die großen Potenziale dieser Energiequelle schneller genutzt werden können.
Die vorgesehene Grundvergütung von 25 Cent/kWh wird nach Einschätzung des GtV-Bundesverbandes Geothermie in den nächsten Jahren die Umsetzung zusätzlicher Geothermie-Projekte ermöglichen. Damit entstehen Lern- und Skaleneffekte, die zu Kostensenkungen führen und so die Nutzung der Erdwärme maßgeblich voranbringen werden.
Horst Rüter, Präsident des GtV-Bundesverbandes Geothermie: „Durch die gesetzlichen
Anpassungen erhält die Erdwärmenutzung angemessene Rahmenbedingungen, um als
grundlastfähiger erneuerbarer Energieträger ihre wichtige Rolle im zukünftigen Energiemix
wahrnehmen zu können.“
Die EEG-Novelle sieht im Bereich Geothermie eine Integration der Wärmenutzungs- und
Frühstarterboni in die Grundvergütung sowie eine weitere Erhöhung des Tarifs um 2 Cent auf somit
insgesamt 25 Cent/kWh vor. Zusätzlich sind ein Technologiebonus für petrothermale Projekte in
Höhe von 5 Cent/kWh und ein Bohrkostenzuschuss von 30% aus dem Marktanreizprogramm
vorgesehen. Die Degression der Vergütung beginnt erst ab 2018, jedoch mit einer Rate von 5%
statt bisher 1%. Auf Basis einer Analyse der Stromgestehungskosten von zehn deutschen
geothermischen Kraftwerksprojekten hatten die Geothermie-Verbände bereits im März 2011 auf
die Notwendigkeit von Anpassungen im EEG aufmerksam gemacht. „Geothermie ist ein
erneuerbarer und klimaschonender Energieträger, der zudem den entscheidenden Vorteil der
Grundlastfähigkeit bietet. Mit den neuen Regelungen im EEG unterstreicht nun auch die Politik
diese großen Potenziale der Erdwärme für eine zukunftsfähige Energieversorgung“, betont Rüter.
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Bettina Ostwald
Referentin für Kommunikation
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