Vollversorgung mit Erneuerbaren Energien: Island zeigt, wie es geht

Bild 1: Der isländische Staatspräsident Ólafur Ragnar Grímsson spricht vor isländischen und deutschen Geothermieexperten; Bild 2: Direktor der isländischen Energieagentur Guðni A Jóhannesson, Botschafter Gunnar Snorri Gunnarsson, Präsident Ólafur Ragnar Grímsson (v.l.n.r.) (Copyright: Rut Sigurdardóttir)

[Berlin, 27.06.2013] Island ist Vorreiter bei der Nutzung Erneuerbarer Energien. Besonders die Bedingungen für die Erdwärmenutzung sind optimal. Im Land der Vulkane und Geysire stößt man schon bei geringen Tiefen auf hohe Temperaturen. Bereits heute ist die Geothermie für 90 Prozent der Wärmebereitstellung verantwortlich. Der größte Stromversorger des Landes stellt ausschließlich Strom aus Erneuerbaren Energiequellen zur Verfügung. Dabei können sie einen Strompreis anbieten, der 25-40 Prozent unter dem anderer europäischer Länder liegt. 

Der isländische Präsident Ólafur Ragnar Grímsson ist daher von der Bedeutung der Geothermie als Stützpfeiler der Wirtschaft überzeugt. „Geothermie ist eine Möglichkeit eine umweltfreundliche Energieerzeugung mit wirtschaftlichem Erfolg zu vereinen“, sagt Grímsson anlässlich seines Staatsbesuchs in Deutschland. Geothermisches Fachwissen ist ein Exportschlager Islands. Im Fokus stehen die wachsenden Märkte Afrikas und Südostasiens, wo geothermische Idealbedingungen und positive wirtschaftliche Entwicklungen zusammentreffen. Das Know-how der isländischen Planer stammt dabei zu einem Teil aus Deutschland. Zahlreiche Geothermieexperten haben an deutschen Universitäten studiert.

„Es ist faszinierend, welchen Erfolg Island mit der geothermischen Energieerzeugung hat. Nicht nur die technologische Kompetenz ist beeindruckend, sondern auch die Leidenschaft und Entschiedenheit, mit der die Isländer die erneuerbare Erdwärmenutzung vorantreiben“, sagt Waldemar Müller-Ruhe, Präsident des Bundesverbandes Geothermie. „Während der wirtschaftlichen Krise des Landes wurden die Investitionen in Geothermie gestärkt und nicht gekürzt; nach dem Motto: Mit Erneuerbaren Energien aus der Krise. Wir können noch einiges von diesem kleinen Land lernen“, resümiert Müller-Ruhe weiter.

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Über den GtV-Bundesverband Geothermie:
Der 1991 gegründete GtV-Bundesverband Geothermie e.V. (GtV-BV) ist ein Zusammenschluss von Unternehmen und Einzelpersonen, die auf dem Gebiet der Erdwärmenutzung in allen Bereichen der Forschung und Anwendung tätig sind. Er vereint derzeit ca. 700 Mitglieder aus Industrie, Wissenschaft, Planung und der Energieversorgungsbranche. Hauptaufgaben des Verbandes sind die Information der Öffentlichkeit über die Nutzungsmöglichkeiten geothermischer Energie zur Wärme- und Stromerzeugung sowie der Dialog mit politischen Entscheidungsträgern. Der GtV-BV organisiert den jährlichen Geothermiekongress ebenso wie Workshops zu aktuellen Themen und gibt neben Informationsmaterial die Fachzeitschrift „Geothermische Energie“ heraus. Der Geothermiekongress DGK 2013 findet vom 12. bis 14. November in Essen statt, begleitet von der internationalen Fachmesse Geo-T Expo.