HakaGerodur AG

Giessenstrasse 3
CH-8717 Benken / SG

Telefon: +41 055 293 25 25
Telefax: +41 055 293 25 26
E-Mail: sekretariat@hakagerodur.ch 
Internet: http://www.hakagerodur.ch

Geschäftsbereichsleiter EWS-Rohrsysteme: Dipl.Ing.HTL/STV Fritz Luder
Stv. Geschäftsbereichsleiter EWS-Rohrsysteme: Betr.oek Michael Menzl

HakaGerodur AG ist ein Unternehmen der kunststoffverarbeitenden Branche. An drei Produktionsstandorten, wovon zwei in der Schweiz und einer in Deutschland werden Kunststoffrohre und –Profile im Extrusionsverfahren hergestellt.

Der Geschäftsbereich Erdwärmesonden-Rohrsysteme stellt Vollkunststoffsysteme auf Basis Polyethylen (PE 100) für den Solekreislauf her. Im folgenden ein Auszug aus unserem Produkteprogramm:


Vertikale Erdwärmesonden

Rohrdimensionen 25 x 2.3 mm, 32 x 2.9 mm, 40 x 3.7 mm
Erdwärmesondenlängen bis 350 Meter
Der Erdwärmesondenfuss wird werkseitig angeschweisst und druckgeprüft
Durch unser breites Programm von Erdwärmesonden in Normlängen und fünf
   Lagerstätten in der Schweiz (Benken), Deutschland (Rietberg, Zwenkau, Erbach) und
   Österreich (Zipf), können wir innerhalb von zwei Tagen direkt auf die Baustelle
   liefern.

Horizontale Erdreichkollektoren

Rohrdimensionen 20 x 1.9 mm, 25 x 2.3 mm, 32 x 2.9 mm
Rohrlänge 100 m

Vertikale Rohrregister für Energiepfähle

Die Rohrsysteme für Energiepfähle werden werkseitig geschweisst und unter Druck
   auf die Baustelle geliefert. Nach dem Einbau und der Verfüllung des Ortsbetonpfahls
   kann so mittels Manometer bei jedem Kreis die Dichtigkeit überprüft werden.

SAVE Verteiler/Sammler

Wir verfügen über ein reichhaltiges Baukastensystem an Vollkunststoff-verteilern (PE
   100) für den Solekreislauf. Es bestehen die Dimensionen für EWS oder
   erdreichkollektorseitige Anschlussrohre de (25), 32, 40 und 50 mm.
Die Balken sind mit eingeschweisstem Kunststoffkugelhahn oder mit
   eingeschweisstem Rohrstutzen erhältlich.
   Mengenregulieramaturen können über das Aufpressen von HAKAPRESS oder mittels
   Gewindeübergangs-adapter eingebaut werden. Es bestehen zwei Grundgrössen, die
   ab Lager lieferbar sind: Balken Ø 97/53 mm für eine Wassermenge bis 5.4 m3/h
Balken Ø 125/90.8 mm für eine Wassermenge bis 16.2 m3/h
Spezialverteiler in jeder Grösse werden nach Zeichnung erstellt

KIT für Erdwärmesonden und Erdreichkollektoren

Zum Aufbau des Solekreises – ob horizontal oder vertikal – bietet sich unsere
   Bausatzlösung an. Sie besteht aus Erdreichkollektorrohren (nur bei horizontaler
   Ausführung), SAVE Verteiler/Sammler, Verbindungsleitungen, Mauerdurchführung
   und UNI-Teil inklusive Kälteisolation. Das System besteht aus PE 100 und erfordert
   keine Schweissarbeiten. Ausnahme bildet lediglich der Anschluss der Erdwärmesonde
   im Erdreich.

Das HAKA.GERODUR-Erdwärmesonden-Rohrsystem wird durch das Süddeutsche Kunststoff-Zentrum (SKZ) in Würzburg als erstes System dieser Art nach der Richtlinie HR 3.26 Güte überwacht. Das SKZ bestätigt in den Prüf- und Überwachungsbestimmungen für ein Rohrsystem, welches diese Bedingungen erfüllt, eine Betriebsdauer von mindestens 100 Jahren.

Das SKZ-Prüf- und Überwachungszeichen bietet Gewähr, dass sämtliche Bauteile (Rohre, Formteile, Armaturen) den heute gültigen Normen und Vorschriften, wie ISO, EN, DIN, DVS usw. entsprechen. In der VDI-Richtlinie Nr. 4640, Blatt 1 und 2, sind die Anforderungen an Erdwärmesonden bzw. -Rohrsysteme festgelegt.

Die Fördergemeinschaft Wärmepumpen Schweiz (FWS) hat im Jahre 2001 das Gütesiegel für Erdwärmesonden-Bohrfirmen ausgearbeitet und im November an vier Bohrunternehmen verliehen. Mit dem Gütesiegel soll ein hohes Qualitätsniveau bei der Erstellung und Nutzung von Erdwärmesondenanlagen erreicht und auch für die Zukunft gewährleistet werden. Neben bohrtechnischen Vorgaben wird auch für die Erdwärmesonde ein hoher Qualitätsstandard verlangt, der die HAKA.GERODUR Erdwämesonde in allen Belangen erfüllt.


Referenzen

unique Zurich Airport – Wärme aus Energiepfählen

      



Das Dock Midfield, ein 500 m langer Neubau für die Ausbauetappe des Flughafens Zürich, muss wegen schlechtem Baugrund auf über 350 Pfählen fundiert werden, welche in die Grundmoräne in ca. 30 Meter Tiefe reichen. Zur Energiegewinnung ist vorgesehen, die Fundationspfähle als Energiepfähle zu nutzen.

Mit den Energiepfählen kann die interne Abwärme im Sommer im Untergrund gespeichert und im Winter zu Heizzwecken genutzt werden. Dadurch werden jährlich ca. 1100 MWh Wärmeenergie aus dem Boden gewonnen und mit einer Wärmepumpe genutzt. Die Pfähle werden mit je 10, am Umfang verteilten PE-Rohren, ausgerüstet. Die wirksame Pfahllänge beträgt im Mittel 28 m. Insgesamt gelingt es, mit den vorgesehenen Massnahmen 65% des Wärmebedarfs und 70% des Kältebedarfs mit regenerativer Energie zu decken. 

Die ARGE Dock Midfield, unter Federführung der Marti AG Bauunternehmung, 8050 Zürich, hat als Lieferant HakaGerodur AG (Geschäftsbereich Erdwärmesonden-Rohrsysteme) ausgewählt. Es kommen Rohrregister aus PE 100 zum Einsatz. Schweissarbeiten auf der Baustelle werden durch HAKA.GERODUR Pfahlregister auf ein Minimum reduziert. Das Material, die Qualitätssicherung und der Überwachungsvertrag nach SKZ-Richtlinien spricht für eine Lebensdauer von über 100 Jahren. 


Überbauung Weizacker - Erdwärmesonden für 52 Wohnungen



Zani AG, General- und Bauunternehmung baute im Weizacker in Winterthur 52 Wohneinheiten (Mehrfamilienhäuser). In der gemeinsamen Energiezentrale erzeugt eine Wärmepumpe mit einer Leistung von 175 kW Raumwärme. Zehn 250 m tiefe Erdwärmesonden alimentieren über einen Sole-Kreislauf die Wärmepumpe mit Erdwärme – eine äusserst umweltfreundliche Lösung.

Die eingesetzten zehn Erwärmesonden und die Zuleitungen zum Verteiler sind aus PE 100 hergestellt, nach den Vorschriften von VDI 4640 und SKZ HR 3.26. Es kann mit einer Betriebsdauer von mindestens 100 Jahren gerechnet werden.


Regionalgefängnis Altstätten

Der schlechte Baugrund im St. Galler Rheintal machte für das neue Regionalgefängnis eine Pfählung unumgänglich. Die 20 Meter langen Pfähle wurden bei dieser Gelegenheit als Energiepfähle ausgelegt. HAKA.GERODUR lieferte die Rohrsysteme verschweisst, abgepresst und unter Druck auf Platz, womit der Einbau schnell und problemlos zu bewerkstelligen war und Schweissungen auf der Baustelle auf ein minimum reduziert werden konnten.

Die 114 Pfähle alleine konnten den Energiebedarf nicht decken, was die Bohrung von sechs Erdwärmesonden mit einer Länge von je 150 Meter nötig machte. Die Bohrungen wurden nach Abschluss des Rohbaus im Spühlbohrverfahren ausgeführt.

Für die Zusammenführung kamen HAKA.GERODUR Sammlern/Verteilern SAVE 125 zum Einsatz. Das Bild zeigt einen Teil der Verteilern für die Energiepfähle.


Solar unterstützte Wärmeversorung mit Langzeitwärmespeicher
   Neckarsulm Amorbach



Im Neubaugebiet Amorbach entstehen in den nächsten Jahren rund 1300 Wohneinheiten, deren Wärmebedarf für Warmwasser und Raumheizung zu rund 50 % mit Sonnen-energie gedeckt werden soll. Neben einem 100 m3 grossen Pufferspeicher wurde ein 20‘000 m3 grosser Erdsonden-Wärmespeicher für die saisonale Wärmespeicherung erstellt. In einer ersten Phase wurden im Herbst 1997 36 Erdwärmesonden mit einer Länge von 30 Metern im Abstand von zwei Metern eingebracht. Dieser Versuchsspeicher wurde ausführlich getestet, bevor im zweiten Bauabschnitt weitere 132 Erdwärmesonden abgeteuft wurden.

Im Sommer wird der Kreislauf mit Temperaturen von bis zu 80 °C gefahren, was die Anwendung von Polyethylen als Werkstoff für die Erdwärmesonden und Zuleitungen verunmöglicht. Es wurde das Material Polybuten (PB) in der Dimension 25 x 2.3 mm verwendet. Neben der hohen Temperaturbeständigkeit kann PB auch problemlos geschweisst werden, wodurch metallische Verbindungselemente im Boden vermieden werden konnten. Erdwärmesonde und Verteiler wurden im Werk geschweisst und einbaufertig auf die Baustelle geliefert.



Publikationen

Luder, F. (2000). Material und Herstellung von Erdwärmesonden. In Sanner B., Bussmann, W.
   Erdwärme zum Heizen und Kühlen – Potentiale, Möglichkeiten und Techniken der
   Oberflächennahen Geothermie. Geeste: Geothermische Vereinigung e. V.