Papua Neuguinea: geothermische Energie für Lihir-Goldmine

03.05.04 | Nachrichten & Kurzmeldungen

 

Auch eine Goldgrube muss wirtschaftlich arbeiten. Der Betreibergesellschaft der Lihir Goldmine in Papua Neuguinea laufen die Eneriekosten davon. Der Ausweg: ein geothermisches Kraftwerk.

Die hohen Rohölpreise hatten die Aufwendungen für die Energieversorgung des Betriebs binnen einen Jahres um 2.6 Mio US$ auf 26.5 Mio. US$ ansteigen lassen. Das Mamangement des auf der Insel Lihir (Provinz Neu-Irland), 700 km nordöstlich der Hauptstadt Port Moresby beheimateten Unternehmens entschloss sich daher zu einem radikalen Schritt. Ein neues geothermisches Kraftwerk mit einer installierten Leistung von 30 MW soll helfen, die jährlichen Energiekosten um 10 Mio US$ zu senken und die problematische Abhängigkeit von der Entwicklung auf dem Weltmarkt drastisch verringern. Lihir hat bereits seit 2003 erste Erfahrungen mit einer kleineren 6 MW-Einheit sammeln können, die etwa 10% des für die Goldgewinnung benötigten Stroms bereitstellt. 

Auch die neue 30 MW Anlage stellt nur einen, wenn auch bedeutenden Zwischenschritt auf dem Weg zur völligen Abkehr von fossilen Energieträgrn dar. Der Vorsitzende der Lihir Mamagement Company, Ross Garnaut erklärte gegenüber der Tageszeitung The National (Port Moresby), dass man wegen der erheblichen Kosteneinsparungen und bemerkenswerter ökologischer Verbesserungen nun untersuche, ob nicht nahezu der komplette Energiebedarf aus geothermischen Ressourcen gedeckt werden könnte. 

Lihir, wo seit Ende der 90er Jahre eines der weltweit größten Goldvorkommen abgebaut wird, steht bei Umweltschützern wegen der befürchteten ökologischen Auswirkungen des Bergbaus vor allem auf die Meeresumwelt in heftiger Kritik.