Oberstedten: Schule heizt mit Erdwärme
17.01.05 | Nachrichten & KurzmeldungenBrennstoffkosten zum halben Preis - wer sucht heuzutage nicht nach solchen Schnäppchen? Die Dornbachschule in Oberstedten im Hochtaunuskreis wurde auf dem eigenen Schulgelände fündig. Seit dem 21.12 wird ihr Gebäudekomplex mit Erdwärme beheizt.
Es wurden 18 Erdwärmesonden mit einer Tiefe von je 92 Metern gebohrt. Die darin zirkulierende Sole entnimmt aus dem Untergrund rund 120 Megawattstunden Wärme und gibt sie an zwei Wärmepumpen weiter. Betriebskosten fallen lediglich für den notwendigen Strom zum Antrieb von Umwälz- und Wärmepumpen an. Die Anlage wurde so ausgelegt wurde, dass sich der Energievorrat unter dem Schulgelände immer wieder durch den ständigen Wärmefluss aus dem Erdinnnern erneuern kann. Planung und Ausführung der Anlage lagen bei der EWS Erdwärme-Systemtechnik GmbH & Co. KG, Delbrück
Die Investitionskosten in diese ökologische Technik liegen zwar höher als für herkömmliche Öl- oder Gaskessel. Diese Mehrausgaben werden sich durch die geringeren Betriebskosten jedoch bald wieder eingespielt haben. Anlagen wie die in Oberstedten, die das Klima schonen, den Ausstoß von CO2 mindern, werden über preisgünstige Kredite von der bundeseigenen KfW Kreditanstalt für Wiederaufbau gefördert. Der Hochtaunuskreis, Bauherrn in Oberstedten, war von der Kostenrechnung so überzeugt, dass er nun auch zwei weitere Schulen sowie ein Schwesternwohnheim mit einem solchen Erdwärmesystem ausrüsten will.








