Tibet nimmt Geothermie ins Visier

28.02.05 | Nachrichten & Kurzmeldungen

 

Die in Peking erscheinende englischsprachige Tageszeitung China Daily berichtete von einer Untersuchung der geothermischen Ressourcen in Tibet. Die Studie, erstellt durch den tibetanischen Wissenschaftler Dorji und Kollegen der Chinese Academy of Engineering, weist hervorragende geologische Möglichkeiten für den Betrieb von Erdwärmekraftwerken nach. Derzeit verfügt Tibet über zwei Anlagen mit einer installierten Leistung von 27 MW, Das größte im Yangbajain Geothermal Field trägt mit seiner Erzeugung von rund 100 Mio. MWh jährlich erheblich zur Stromversorgung der tibetanischen Hauptstadt Lhasa bei. Die nun auf dem Qinghai-Tibet-Plateau erfassten Ressourcen sind für eine nicht-vulkanische Region ungewöhnlich bedeutend und reichten aus, so die Wissenschaftler, um weitere 1000 MW Kraftwerksleitung aufzubauen.