Baden-Württemberg: Ministerpräsident Teufel will Geothermie voranbringen
16.03.05 | Nachrichten & KurzmeldungenBereits im letzten Jahr hatte Baden-Württembergs Ministerpräsident Teufel während eines Islandbesuchs sein Herz für die Geothermie entdeckt. Das teilte er am 08. März im Umfeld einer Kabinettssitzung mit. Seit damals lasse ihn das Thema nicht mehr los. Geothermie, so Teufel „ist eine unerschöpfliche, erneuerbare, umwelschonende und kostengünstige“ Energieressource. „Sie steht zu jeder Tages- und Jahreszeit zur Verfügung.“ Darum freut es ihn, dass gerade sein Bundesland über derart ideale Voraussetzungen verfügt. Diese möchte er als Joker einsetzen, um die Verdopplung des Anteils erneuerbarer Energien in Deutschland erreichen zu können. Zwei Initiativen hat sein Kabinett beschlossen:
Für die oberflächennahe sollen 2 Mio. Euro bereitgestellt werden. Bis zu 3500 Euro Zuschuss aus Mitteln des Umweltministeriums können private Bauherrn zukünftig für die Errichtung einer Erdwärmeanlage erhalten. Das Wirtschaftsressort hält weitere 2 Millionen bereit, die zur teilweisen Abdeckung geologischer Risiken bei geothermischen Tiefbohrungen eingesetzt werden können.
Von der Opposition kamen unterschiedliche Reaktionen. Die Grünen begrüßten den Vorstoß des Ministerpräsidenten, der in wenigen Wochen seine Amtszeit beenden wird. MdL Walter Witzel vergaß aber nicht anzumerken, dass man seit Jahren solche Maßnahmen vom Land fordere. „Besser jetzt als nie,“ erkannte er jedoch an. Thomas Krapp, Landtagsabgeordneter der SPD sah dennoch mangelnden Willen, der Geothermie wirklich zum Durchbruch zu verhelfen. Seine Fraktion nannte die jetzt angegangenen Maßnahmen „einen Tropfen auf den heißen Stein.“




