Basel: In den Startlöchern. Stahlpreise und Erdölsuche treiben Kosten für Deep Heat Mining Projekt

15.02.06 | Nachrichten & Kurzmeldungen

 

Beim Basler Deep Heat Mining Projekt sitzt man in den Startlöchern. Allerdings mit zusätzlichen Gewichten an den Füßen. Die Kosten für das Vorhaben steigen von geplanten 47 Mio. Schweizer Franken (ca. 30 Mio. Euro) auf nunmehr 62 Mio. (knapp 40 Mio. Euro). Als einen Grund gibt die Projektgesellschaft Geopower AG die „massiv“ gestiegenen Stahlpreise an. Auch die weltweite Suche nach den letzten Erdölreserven treibt die Kosten des Projekts in die Höhe. Know-how und Geräte, die man für die kommenden Arbeiten benötigt, sind derzeit auf den Erölfeldern gefragt und nur zu weitaus höheren Preise zu erhalten als noch vor einigen Jahren. Die Industriellen Werke Basel (IWB), einer der Hauptprojektpartner, gab an, dass die Finanzierung der Arbeiten bis 2006 gesichert wäre.  

Inzwischen gab die Energiedienst Holding AG (EDH) mit Sitz im badischen Laufenburg bekannt, sich mit 3,2 Mio. Schweizer Franken (ca. 2.1 Mio. Euro) an dem Vorhaben beteiligen zu wollen. Damit hält das Unternehmen rund 6% der Aktien an der aus nunmehr 10 Partner bestehenden Geopower Basel AG, die das Vorhaben realisiert. Die EDH gehört nach eigenen Angaben zu den führenden Anbietern von Strom aus Wasserkraft.

Das Baseler Heizkraftwerk soll 2009 seinen ersten Strom ins Netz liefern. Insgesamt werden 6 MW elektrischer und 17 thermischer Leistung installiert. Im Mai soll mit der ersten, rund 5000 m tiefen Bohrung begonnen werden. Man hofft damit in Temperaturbereiche von rund 200 °C vorzudringen.