Karlsruhe: Bald Hauptstadt der Geothermie?

04.04.06 | Nachrichten & Kurzmeldungen

 

Im Februar mahnt die Fraktion der Grünen mit einem Antrag im Karlsruher Gemeinderat ein stärkeres Engagement für die Geothermie an. Sprecher Andreas Ruthardt: „Karlsruhe hat Glück, dass der Oberrheingraben sehr günstige Bedingungen für die Geothermie bietet.“ Die Stadt, so die Grünen, solle sich zudem für die Durchführung von Modellprojekten bei Büro- oder Industrieneubauten einsetzen und forderten eine stärkere Unterstützung der in Karlsruhe ansässigen Geothermie-Unternehmen.In der Sitzung des  Stadtparlaments Ende März kam die Initiative gut an. SPD-Stadtrat Thomas Müllerschön bezeichnete sie als den „genau richtigen Antrag.“ Auch bei den anderen Fraktionen von der Karlsruher Liste, der FDP/A und der CDU waren positive Reaktionen zu hören. CDU-Ratsmitglied Dr. Hans-Jürgen Vogt betonte insbesondere die „unabhängige“ Seite der Geothermie: die Möglichkeit sie rund um die Uhr einzusetzen. Ruthardt ging in der Sitzung noch einen Schritt weiter und schlug vor, Karlsruhe solle sich „als Hauptstadt der Geothermie“ einen Namen machen. Was wohl auch als eine Ansage gegenüber der „Solarstadt“ Freiburg verstanden werden muss. Positiv vermerkt wurde von den Gemeinderäten zudem die Bereitschaft von Unternehmen aus der Branche, sich in Karlsruhe niederzulassen. Mit dem Steinbeis-Transferzentrum für Geothermie, dem Forschungszentrum Karlsruhe und der Universität ist auch die Wissenschaft auf diesem Sektor präsent. Tagungen und Kongresse und die Zusammenarbeit mit der GtV sollen die Position Karlsruhes festigen und ausbauen helfen. Auf dem Gelände des Forschungszentrums Karlsruhe im Hardtwald wird derzeit ein geothermisches Kraftwerk geplant.