Arnsberg: Neustart für tiefste Erdwärmebohrung in NRW
19.06.06 | Nachrichten & KurzmeldungenIn Arnsberg kann sich wieder der Bohrmeißel drehen: Die Arbeiten an der Tiefen Erdwärmesonde in gehen weiter. Das Bergamt Recklinghausen hat, wie die Stadt Arnsberg heute bekannt gab, den Hauptbetriebsplan für die Bohrung „Erlenbach 2“ am Freitag, 16.06.06 zugelassen. Damit können auf den Tag genau eine Jahr nach dem Beginn der Arbeiten an der ersten Bohrung die Aktivitäten wieder aufgenommen werden.
Die Arnsberger Sonde soll den größten Teil des Wärmebedarfs des Bades Freizeitbades Nass, umliegender Sportstätten und einer Realschule decken – vergleichbar dem Wärmebedarf von 140 Einfamilienhäusern. Geplant ist nach wie vor, bis in ca. 3000 m Tiefe zu bohren und dort Temperaturen von mehr als 100 °C zur Energiegewinnung zu erschließen. Die Technik einer solchen Tiefen Erdwärmesonde kann überall dort eingesetzt werden, wo man im Untergrund kein oder nicht ausreichend warmes Thermalwasser findet: Man bohrt ein tiefes Loch, schickt kaltes Wasser nach unten, dass sich in der Tiefe erhitzt und holt es über dieselbe Bohrung wieder an die Oberfläche, entnimmt die Wärme, schickt sie in die Verbraucher, ausgekühlt geht es für das Wasser dann wieder von vorne los: Oberflächenwasser zirkuliert in einem geschlossenen System als Wärmetransporter.
Mit den Arbeiten an dem Vorhaben hatte man bereits vor einem Jahr begonnen und dann eine Überraschung erlebt: In rund 600 m Tiefe war man auf Thermalsole mit einer Temperatur von 24.5 °C gestoßen. Bei der Analyse stellte sich heraus, dass man hochwertiges Heilwasser gefunden hatte. Diese steht nun zukünftig dem benachbarten Freizeitbad zur Verfügung, dass zukünftig auf den Einkauf von Sole verzichten und sich mit dem hochwertigen neuen Produkt erfolgreich im Gesundheit- und Wellness-Bereich weiterentwickeln kann.




