Rheinland-Pfalz: Mehr Wärme aus Thermalwasser
30.08.07 | Nachrichten & KurzmeldungenDie rheinland-pfälzische Landesregierung beabsichtigt, die Wärmenutzung von natürlichen Thermalwassern verstärkt untersuchen zu lassen. In den Mittelgebirgslagen des Landes sind gute Potenziale nachgewiesen. Eine erste Machbarkeitsstudie wird für Bad Ems durchgeführt werden.
„Auf Grund der Entwicklung der Öl- und Gaspreise wird zusätzlich zur stark wachsenden Nutzung der oberflächennahen Geothermie über Wärmepumpen jetzt auch die Erschließung von Thermalwassern für den Bereich Raumwärme- und Warmwassererzeugung wirtschaftlich interessant.“ Davon zeigten sich Ministerpräsident Kurt Beck und Umweltministerin Margit Conrad überzeugt. Bis zu 60 °C warmen Vorkommen finden sich man in relevantem Umfang im Bereich der Hunsrück-Südrandstörung und des Saar-Nahe-Beckens oder in der Trierer Bucht und der Wittlicher Senke. Weitere potentielle Gebiete sind Taunus und Westerwald.
In einer vom Landesumweltministerium geförderte Machbarkeitsstudie soll für Bad Ems das Potential der geothermischen Wärmenutzung von Thermal- und Grubenwässern ermittelt, für die Thermalwassernutzung geeignete technische Wärmenutzungskonzepte erarbeitet und deren wirtschaftlicher Anwendungsbereich aufgezeigt werden. Bad Ems ist für die Pilotstudie deshalb vorgesehen, weil hier 29 Mineral- und Thermalwasserquellen bekannt sind. In geringem Umfang werden sie in Verbindung mit dem balneologischen Betrieb bereits energetisch genutzt
Für die rheinland-pfälzischen Regionen mit vergleichbaren Vorkommen warmer Thermal- und Grubenwässer sind für detaillierte Wärmenutzungskonzepte und Pilotprojekte weitere durch das Land unterstützte Untersuchungen geplant, um das geothermische Potential für Klimaschutz, Emissionsminderung sowie die örtliche Wertschöpfung zu erschließen.




