Genf: Start für Heizkraftwerk im Januar
18.12.08 | Nachrichten & KurzmeldungenGenf macht ernst. Im Januar startet ein ehrgeiziges Projekt zum Bau eines geothermischen Heizkraftwerks auf der Basis der Hot-Dry-Rock-Technologie. Verantwortlich für das umgerechnet rund 128 Mio. Euro teure Vorhaben zeichnet der regionale Energieversorger Services Industriels de Genève (SIG). Unterstützung kommt vom Bund und vom kantonalen Energiedepartment. Geht alles nach Plan werden 2020 mehr als 10.000 Gebäude eines neuen Wohngebietes in der Gemeinde Thônex südöstlich von Genf mit Strom und Wärme aus der Geothermie versorgt werden.
In der Kommune gibt es bereits eine 2.700 m tiefe Thermalwasserbohrung aus den Neunziger Jahren, die aus wirtschaftlichen Gründen einige Zeit später stillgelegt wurde und nun in einem ersten Schritt reaktiviert werden soll. Hier ist die Kopplung an eine Großwärmepumpe vorgesehen. Die entsprechenden Arbeiten sollen am 20. Januar 2009 beginnen. Gleichzeitig starten auch die Untersuchungen für den Ansatzpuinkt einer zweiten, 3.500 bis 4.000 m tiefen Bohrung in heißes Gestein hinein. Sie ist der erster Schritt für die Schaffung ein klassisches HDR-Zirkulationssystems mit unterirdischem Wärmetauschernetz und einer weiteren daran angeschlossenen Bohrung.
2020 soll es dann, für ein weiteres Zirkulationssystem noch tiefer, bis auf 5000 bis 600 m nach unten gehen.





