Internationale Agentur für Erneuerbare Energien gegründet.

27.01.09 | Nachrichten & Kurzmeldungen

 

Mit der feierlichen Unterzeichnung des Gründungsvertrages wurde gestern die Internationale Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) aus der Taufe gehoben. IRENA markiere einen Meilenstein in der Wende hin zu einer zukunftsorientierten Energieversorgung betonte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel. An der Konferenz nahmen mehr als 100 Regierungsdelegationen aus aller Welt teil. Die Bundesrepublik wurde durch den Bundesumweltminister, die Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul und den Staatsminister im Auswärtigen Amt, Gernot Erler vertreten. Die Gründungsurkunde wurde von 75 Staaten unterzeichnet, darunter Spanien, Frankreich, die skandinavischen Länder, die Türkei, die Vereinigten Arabischen Emirate, Ägypten, Chile, Kolumbien, Kenia und Nigeria. Ziel der neuen Agentur ist es, weltweit die Lücke zwischen dem enormen Potenzial der erneuerbaren Energien und deren noch relativ geringem Marktanteil am Energieverbrauch zu schließen. IRENA ist die erste internationale Organisation, die sich ausschließlich auf erneuerbare Energien konzentriert. Schwerpunkt der Arbeit wird die Beratung ihrer Mitgliedsstaaten sein, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen, Kompetenzen aufzubauen sowie Finanzierung und Technologie- und Wissenstransfer für erneuerbare Energien zu verbessern.

 

Auch der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) begrüßte die IRENA. Sie werde dabei helfen, die Signale für Erneuerbare Energien weltweit auf Grün zu stellen, so BEE-Präsident Dietmar Schütz. Der Verband sieht in der neuen Agentur endlich auch ein notwendiges Gegengewicht zur Internationalen Energieagentur (IEA) heranwachsen, die sich, vorrangig für fossile und nukleare Energieerzeugung stark mache. Schütz betonte: „Die globalen Energie- und Klimaprobleme können wir nur mit Hilfe der Erneuerbaren Energien lösen.“ Er bedauerte, dass sich diese Erkenntnis bei den bestehenden Interessenorganisationen der Energiewirtschaft noch nicht hinreichend durchgesetzt habe. In der IRENA sieht er einen internationalen Akteur dieser Botschaft.