Aschheim, Feldkirchen, Kirchheim: Mehr Thermalwasser als erwartet

05.02.10 | Nachrichten & Kurzmeldungen

 

Über die Schüttmenge und die Temperatur des Geothermie-Tiefenwassers wurde bei der Besichtigung der Energiezentrale informiert. Von links: Michael Glashauser, technischer Leiter der Energiezentrale, Thomas Fröhlich, AFK-Geschäftsführer, Karl-Heinz Schmidt, AFK-Aufsichtsrat, Jürgen Schäpe, Geschäftsleitung Gemeinde Feldkirchen, Ulrich Bittner, AFK-Aufsichtsrat, Rainer Reichel, AFK-Aufsichtsrat, Helmut J. Englmann, AFK-Aufsichtsratsvorsitzender, Werner van der Weck, stellvertretender AFK-Aufsichtsratsvorsitzender, Klaus Pitterle, Umweltbeauftragter Feldkirchen, Heinz Hilger, stellvertretender AFK-Aufsichtsratsvorsitzender und Andreas Janson, AFK-Aufsichtsrat und Zweiter Bürgermeister von Feldkirchen.

Die Freude ist groß bei den AFK-Aufsichtsräten, die sich vor der Energiezentrale über die hohe Schüttmenge und Temperatur des Tiefenwassers freuen und sich über die neuesten Fortschritte informierten. Von links: AFK-Geschäftsführer Thomas Fröhlich, Heinz Hilger, stellvertretender Aufsichtratsvorsitzender und Erster Bürgermeister von Kirchheim, Werner van der Weck, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender und Erster Bürgermeister von Feldkirchen, Helmut J. Englmann, AFK-Aufsichtsratsvorsitzender und Erster Bürgermeister von Aschheim, sowie Andreas Janson, AFK-Aufsichtrat und Zweiter Bürgermeister von Feldkirchen.

Erfreuliche Zahlen konnte Helmut J. Englmann, Aufsichtsratsvorsitzender der AFK-Geothermie und Erster Bürgermeister der Gemeinde Aschheim vermelden. Die AFK ist ein Gemeinschaftsvorhaben zur geothermischen Wärmeversorgung der drei Münchner Umlandgemeinden Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim. Nach erfolgreicher Niederbringung der Bohrungsdublette steht nun fest: „Die Schüttmenge des Tiefenwassers der AFK-Geothermie beträgt 75 Liter pro Sekunde und die Temperatur beläuft sich auf 85 Grad Celsius“, so Engelmann. „Das bedeutet, dass selbst bei den frostigen Temperaturen von minus zehn Grad und mehr in den letzten Tagen die Temperatur des heißen Tiefenwassers zur Versorgung der angeschlossenen Objekte ausreichte und nicht mit konventionellen Energien zugeheizt werden musste“, informierte AFK-Geschäftsführer Thomas Fröhlich die Aufsichtsratsmitglieder bei einem Rundgang in der Energiezentrale. Seit dem vergangenen Herbst werden bereits Objekte des Bauabschnittes 2009 in dem Gemeinden Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim mit AFK-Wärme versorgt.

 

„Ich denke, dass ein wesentliches Ziel erreicht worden ist“, bestätigte Englmann. „Vor Bohrbeginn hatte man die Hoffnung, 50 bis 55 Liter an Schüttmenge pro Sekunde und eine Temperatur von zirka 80-82 Grad Celsius zu erreichen. Und diese Erwartungen wurde weit übertroffen.“ Auch der geringe Wärmeverlust des heißen Thermalwassers beim Transport in die Häuser liege dank ausgezeichneter Isolierung des Leitungsnetzes lediglich bei ein bis zwei Grad Celsius, informierte Fröhlich die Aufsichtsratsmitglieder. Mit vorsichtigem Optimismus denkt die AFK-Geothermie GmbH bereits darüber nach, in ferner Zukunft auch die Wärme des rückläufigen Wassers zu Heizzwecken zu nutzen. Denn diese beträgt immer noch 55 bis 60 Grad Celsius. Somit könne der Wirkungsgrad noch mehr gesteigert werden, sagte Englmann.