Städel-Museum heizt und kühlt ab 2012 mit Geothermie

13.03.11 | Oberflächennahe Geothermie

 

Animation des unterirdischen Erweiterungsbaus - Quelle: schneider+schumacher Architekturgesellschaft mbH, Frankfurt am Main

Der Rohbau der neuen Ausstellungshalle des bekannten Frankfurter Museums ist seit Anfang März 2011 abgeschlossen. Bei seiner Eröffnung im Februar 2012 wird der 3.000 Quadratmeter große unterirdische Erweiterungsbau nicht nur architektonisch sondern auch hinsichtlich seiner Energieversorgung ein ganz besonderes Museumsgebäude sein. Die TERRA THERM Erdwärme GmbH aus Fulda hat mit drei Bohranlagen 36 Erdwärmesonden bis in eine Tiefe von 82 Meter eingebracht. Eine Wärmepumpenanlage mit einer Leistung von 100 kW ermöglicht neben der Beheizung des Gebäudes im Winter auch seine Klimatisierung im Sommer. Da der Erweiterungsbau zukünftig zahlreiche bedeutende Werke zeitgenössischer Kunst beherbergen soll, für die ein konstantes Raumklima erforderlich ist, spielt die Kühlfunktion hier eine besondere Rolle. Die Leistungsfähigkeit und die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten geothermischer Anlagen werden durch den Einsatz im Städel-Museum erneut unter Beweis gestellt.