Richtfest für geothermisch beheiztes Bürogebäude

14.03.11 | Oberflächennahe Geothermie

 

Quelle: Energiedienst AG

Im Rahmen eines ökologischen Gesamtkonzeptes wird das neue Bürogebäude für rund 240 Mitarbeiter der Energiedienst AG in Rheinfelden (Baden-Württemberg) seine Wärme-und Kälteversorgung aus dem Untergrund beziehen. Seit dem 10. März 2011 ist der Rohbau des Gebäudes fertiggestellt, womit die Bauarbeiten planmäßig voranschreiten. Die 58 Erdwärmesonden wurden bereits im vierten Quartal 2010 eingebracht. Die Wärmepumpe soll Ende 2011 pünktlich zur Fertigstellung des Gebäudes in Betrieb gehen.

Geologische Voruntersuchungen mit Probebohrungen, die in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Lörrach stattfanden, hatten bereits in den Jahren 2008 und 2009 ergeben, dass das Gelände zur Erdwärmenutzung geeignet ist und dass eine Wärmepumpe für die Wärmeversorgung des Bürokomplexes eingesetzt werden kann. Daraufhin wurde für den Neubau ein umfassendes Wärmekonzept entwickelt. Im November 2010 erfolgte die Genehmigung der Bohrungen für das Erdwärmesondenfeld. Die Bohrungen wurden von zusätzlichen Fachleuten überwacht, wobei unter anderem ein Bohrdatenschreiber zur Dokumentation der Bohrungen eingesetzt wurde.

Beim Bau des neuen Bürohauses legte Energiedienst besonderen Wert auf eine ressourcenschonende Energieversorgung. Deshalb sieht das ökologische Gesamtkonzept nicht nur vor, die Räume mit Hilfe der Geothermie zu beheizen und zu kühlen, sondern auch Wärme rückzugewinnen und die Räumlichkeiten zusätzlich über Verdunstungsanlagen im Sommer abzukühlen. Darüber hinaus wird das Regenwasser aufgefangen und wieder zur Nutzung aufbereitet. Mit dem Bau soll eine Zertifizierung durch die Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen erreicht werden.