860 Mio. Euro Investitionen und 13.300 Arbeitsplätze im Bereich Geothermie im Jahr 2010

17.03.11 | Nachrichten & Kurzmeldungen

 

Die ökonomischen Wirkungen des Ausbaus der Erneuerbaren Energien sind in den Daten zur Entwicklung der erneuerbaren Energien in Deutschland im Jahr 2010 des Bundesumweltministeriums dargelegt. Für die Geothermie geht daraus hervor, dass im vergangenen Jahr in diesem Sektor Investitionen in Höhe von 860 Mio. Euro getätigt wurden. Auch hinsichtlich des Arbeitsmarktes hat die Geothermie etwas zu bieten: Die Zahl der Beschäftigten in diesem Bereich lag bei 13.300. Der Hauptteil entstammt mit 12.000 der Oberflächennahen Geothermie, 1.300 sind in der Tiefen Geothermie tätig. Wohin es für einen erneuerbaren Energieträger gehen kann, zeigt aber die Photovoltaik: Mit knapp 18,5 Mrd. Euro ist sie Spitzenreiter bei den getätigten Investitionen und liegt mit 119.500 Arbeitsplätzen nur knapp hinter dem Bereich Biomasse mit 122.000.

Welche Entwicklungen aber auch der im Verhältnis noch kleine Sektor der Geothermie vor sich hat, deutet der Wachstumskurs an, auf dem die Erneuerbaren Energien sich insgesamt befinden. Alle Energieträger zusammen konnten 2010 bereits etwa 11 % des gesamten deutschen Endenergieverbrauchs an Strom, Wärme und Kraftstoffen decken. Dies liegt deutlich über dem Vorjahreswert von 10,4 % und ist bemerkenswert, weil der Energieverbrauch aufgrund des wirtschaftlichen Aufschwungs sowie der kalten Witterung deutlich über dem Vorjahresniveau lag. Zur Stromerzeugung hat die Geothermie laut BMU 27,2 GWh und zur Wärmebereitstellung 5.585 GWh beigetragen.

Genaue Daten zu allen Energieträgern in den Bereichen Energiebereitstellung und ökonomische Aspekte  finden Sie in dem Dokument der  Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat), Stand März 2010.