Bad Bevensen hofft auf Geothermie-Projekt

23.01.12 | Tiefe Geothermie

 

Das Kurhaus in Bad Bevensen, Foto: Frank Vincentz

Im niedersächsischen Kurort Bad Bevensen werden die Pläne für eine Tiefengeothermie-Anlage vorangebracht. Vertreter der Kommune führen derzeit Gespräche mit der landeseigenen NBank in Hannover über die Möglichkeiten der Förderung einer Machbarkeitsstudie, deren Kosten mit rund 250 000 Euro geschätzt werden. Unterstützung findet das Projekt auch in der Politik, sogar Ministerpräsident David McAllister setzte sich für die Pläne in Bad Bevensen ein. Die NBank wolle nun prüfen, welche Förderung im rechtlich zulässigen Rahmen möglich sei.

Wenn die rechtlichen und finanziellen Voraussetzungen zügig geschaffen werden, könnte die Umsetzung des Geothermieheizwerkes bereits im Frühjahr 2013 beginnen. Die Gesamtkosten würden etwa zehn Millionen Euro betragen, wobei man auch hier auf eine Förderung hofft. Als Abnehmer für die Wärme sind zurzeit das Kurhaus mit seinen Einrichtungen sowie zwei benachbarte große Kliniken vorgesehen.

Die Ursprünge der aktuellen Planungen liegen lange zurück: 1964 hatte es in Bad Bevensen Bohrungen bis in Tiefen von 3.000 Metern gegeben. Gesucht wurde nach Öl, gefunden wurde rund 80°C heiße Sole, für die damals aber noch niemand Verwendung hatte. Das Bohrloch wurde geschlossen. Die heute für Kurzwecke geförderte Sole wird aus einem benachbarten Bohrloch aus 700 Meter Tiefe gefördert.

Quelle: Landeszeitung.de