Bayern erfasst Potenzial der Oberflächennahen Geothermie

06.02.12 | Oberflächennahe Geothermie

 

Das Informationssystem Oberflächennahe Geothermie (IOG) des LfU Bayern, Quelle: www.lfu.bayern.de

Im Rahmen des EU-Teilprojektes "Informationsoffensive Oberflächennahe Geothermie (IOGI) 2012-2015" werden ab sofort alle Standorte Bayerns für die Nutzung von Erdwärme sowie die günstigen Techniken zu ihrer Erschließung untersucht. Das Bayerische Umweltministerium und die EU investieren rund 16 Millionen Euro in das von 2012 bis 2015 laufende Projekt. Knapp 50 neue Mitarbeiter werden für die Bearbeitung am Landesamt für Umwelt in Hof eingestellt.

In dem Vorläufer-Projekt "IOGI 2008-2011" wurden bereits zwei Drittel der Fläche Bayerns geowissenschaftlich bearbeitet und die Ergebnisse in das Informationssystem Oberflächennahe Geothermie (IOG) eingebracht. Danach sind 66% der Landesfläche (rund 46.000km²) für Erdwärmesondenbohrungen geeignet. Nun sollen auch die übrigen Flächen kartiert und die Techniken Erdwärmekollektor sowie Grundwassernutzung eingebracht werden. Die erfassten Wärme- und Kühlungspotenziale werden bis 2015 Schritt für Schritt in den Energie-Atlas Bayern bzw. das Informationssystem Oberflächennahe Geothermie (IOG) integriert und sind dort kostenlos für Bürger, Planer und Behörden abrufbar.

Dass Bayern die Nutzung der Erdwärme weiter ausbauen will, betonte der bayerische Umweltminister, Dr. Marcel Huber, beim Start des Projektes am 3. Februar 2012. „Egal, ob steiniger Grund, Erde oder Grundwasser - mit der richtigen Technik lässt sich praktisch für jedes Haus in Bayern Erdwärme gewinnen", so Huber. „Dieses Potential müssen wir ausschöpfen".

Quelle: Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit