14.200 Arbeitsplätze und 960 Mio. Euro Investitionen im Bereich Geothermie

26.03.12 | Wirtschaft & Markt

 

Die Zahl der Beschäftigten in der Branche der Erneuerbaren Energien in Deutschland ist in den vergangenen Jahren regelmäßig gestiegen. Dies gilt auch für das Jahr 2011, in dem nach Schätzungen des Bundesumweltministeriums BMU brutto bereits rund 382.000 Personen in den Bereichen Wind-, Solar- und Bioenergie sowie Wasserkraft und Geothermie tätig waren. Gegenüber dem Vorjahr mit rund 367.000 Arbeitsplätzen ist das ein Plus von circa 4%, gegenüber 2004 hat sich die Beschäftigtenzahl sogar mehr als verdoppelt (+ 138%). Spitzenreiter sind wie im Jahr zuvor Wind- und Solarenergie. Doch auch im Bereich Geothermie ist die Zahl der Beschäftigten gestiegen: Insgesamt 14.200 Personen sind im Bereich der Erdwärmenutzung tätig, davon 12.800 in der Oberflächennahen und 1.400 in der Tiefen Geothermie. Im Vorjahr lagen diese Zahlen bei 12.000 bzw. 1.300, so dass die Gesamtzahl 13.300 betrug. Das entspricht einem Anstieg von 2010 bis 2011 um 3,8 %.

Die Investitionen in Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien in Deutschland lagen im Jahr 2011 bei insgesamt 22,9 Mrd. €. Damit waren sie trotz eines weiterhin kräftigen Ausbaus zum ersten Mal seit Jahren rückläufig. Nicht so im Bereich Geothermie: Hier stieg die Summe von 860 auf 960 Mio. €. Der Umsatz der in Deutschland produzierenden Hersteller von Anlagen der Erneuerbaren Energien entsprach mit 24,94 Mrd. € nach einer ersten Schätzung ungefähr dem Niveau des Vorjahres. Die größte Steigerung der Umsätze konnte die Biogasbranche verzeichnen und eine positive Entwicklung wurde neben den Bereichen Windenergie und Solarthermie auch bei der Oberflächennahen Geothermie festgestellt: 770 Mio. € wurden hier umgesetzt, im Bereich der Tiefen Geothermie waren es 90 Mio. €. Damit erreichte die Geothermiebranche insgesamt einen Umsatz von 860 Mio. €.

Alle Zahlen wurden vom BMU im Internet als pdf bereitgestellt.

Quellen: Pressemitteilung des BMU vom  26. März 2012, GtV-BV-Newsmeldung vom 17. März 2011