Beginn der Bohrarbeiten in Brühl

30.03.12 | Tiefe Geothermie

 

geplante Geothermieanlage in Brühl, Quelle: GeoEnergy

Für das Tiefengeothermie-Projekt im baden-württembergischen Brühl haben am 29. März 2012 die Bohrarbeiten begonnen. Die erste Bohrung geht zunächst auf eine Tiefe von 500 Meter, nach einer weiteren Prüfung sollen dann bis Anfang September 3.700 Meter Tiefe erreicht werden.

In Brühl errichtet die Firma GeoEnergy das erste große Geothermiekraftwerk Baden-Württembergs. Vorgesehen ist eine elektrische Leistung von 5 MW. Zu Beginn des Projektes vor rund drei Jahren hatte das Vorhaben eine breite Zustimmung erfahren. Doch inzwischen steht die Bevölkerung dem Vorhaben kritisch gegenüber, worunter auch der politische Rückhalt leidet. Als Grund werden die seismischen Ereignisse im pfälzischen Landau angegeben. Auch die Auftaktveranstaltung zum Beginn der Bohrarbeiten bzw. der Einweihung des Bohrplatzes wurde von Bürgerprotesten begleitet. Brühls Bürgermeister Dr. Ralf Göck gab dem Projekt jedoch in seiner Ansprache Unterstützung: Gerade im Kontext der Beschlüsse zur Energiewende käme der Geothermie eine entscheidende Bedeutung zu. Er sei davon überzeugt, dass die Energiewende nur mit der Wärme aus dem Erdinneren gelänge. Dabei stützte er sich auf den bekannten Publizisten Franz Alt, der der Geothermie in Sachen regenerativer Strom- und Warmwasserversorgung ein hohes Potenzial zusprach.

Quelle: www.morgenweb.de, Schwetzinger Zeitung