Kommunen als Botschafter des Marktanreizprogramms

23.04.12 | Nachrichten & Kurzmeldungen

 

Um neuen Schwung in das Marktanreizprogramm (MAP) zu bringen, strebt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eine strategische Partnerschaft mit den Städten und Gemeinden in Deutschland an. Denn nach Rekordergebnissen in den Jahren 2008 und 2009 sind die Antragszahlen in den letzten beiden Jahren deutlich zurückgegangen. Über das Programm können Hausbesitzer Investitionszuschüsse beantragen, wenn sie ihr Heizungssystem mit Solarthermie ergänzen oder auf Biomasse bzw. eine Wärmepumpe umstellen wollen. Dadurch soll der Anteil an erneuerbaren Energien im Wärmemarkt ausgebaut werden. Insgesamt wurden durch das BAFA bereits ca. 1,5 Millionen Anlagen gefördert.

Dr. Arnold Wallraff, Präsident des BAFA, betont: „Die Kommunen nehmen bei der Energiewende eine Schlüsselstellung ein, da sie vielfältige direkte Bürgerkontakte haben und Hausbesitzer mit gezielter Ansprache zur Heizungsmodernisierung motivieren können. Mit der Umstellung auf erneuerbare Energien kann jeder Einzelne einen Beitrag zur Energiewende leisten und dank der BAFA-Zuschüsse bares Geld sparen.“ Die Kommunen sind als Botschafter des Marktanreizprogramms auch deshalb besonders geeignet, weil sie direkt mit örtlichen Heizungsbauern, Energieberatern, Schornsteinfegern und lokalen Verbänden in Sachen erneuerbare Energien kooperieren können. Zudem können sie ihren Einfluss auf kommunale Wohnungsbaugesellschaften nutzen und bei eigenen Immobilien mit gutem Vorbild vorangehen.

Für die Kommunen liegt der Vorteil einer engeren Zusammenarbeit mit dem BAFA darin, dass sie mit dem Marktanreizprogramm auf ein fertiges, praxiserprobtes und für sie finanzneutrales Modul zugreifen und in ihre kommunalen Klimaschutzprogramme integrieren können. Zugleich sorgen die über das Marktanreizprogramm geförderten Investitionen für Wachstum, Beschäftigung und Steuereinnahmen vor Ort. Eine besondere Form der Partnerschaft plant das BAFA mit der Stadt Eschborn: Die Kommune beabsichtigt, jedem Hausbesitzer einen Bonus auszuzahlen, der einen BAFA-Zuwendungsbescheid vorlegt.

Der Wärmemarkt spielt für die Energiewende eine ebenso bedeutende Rolle wie der Strommarkt - Heizung und Warmwasser machen immerhin 40 % des Energieverbrauchs aus und produzieren ein Drittel der CO2-Emissionen. Die Bundesregierung stellt aus diesem Grund seit über 10 Jahren über das MAP finanzielle Mittel zur Verfügung, die Umsetzung erfolgt durch das BAFA.

Städte und Gemeinden, die sich für eine Kooperation mit dem BAFA interessieren, werden gebeten sich an folgende Kontaktadresse zu wenden:
ralph.baller@bafa.bund.de
Telefon: 06196-908-625
Dort können Kommunen auch die Informationsbroschüre „Heizen mit erneuerbaren Energien. Jetzt Umsteigen mit Fördergeld vom Staat“ bestellen.

Quelle: Pressemitteilung des BAFA