Zweite Bohrung in Altdorf beginnt

27.04.12 | Tiefe Geothermie

 

Am 24. April 2012 hat für das Geothermieprojekt im bayerischen Markt Altdorf die zweite Bohrung begonnen. Die Bohranlage der Daldrup & Söhne AG ist bereits errichtet, um bis in rund 700-800 Metern Tiefe vorzudringen. Dort wird eine förderfähige Thermalwassermenge von rund 180 Litern pro Sekunde bei einer Temperatur von 70°C erwartet. Die Bohrung „Altdorf Thermal 2“ soll als Förderbohrung genutzt werden, um die Gemeinde Altdorf mit Fernwärme zu versorgen.

Die erste Bohrung des Altdorfer Geothermie-Projektes wurde bereits 2008 abgeteuft und fand schon in 611 Metern Thermalwasser mit einer Temperatur von 65°C bei einer Förderrate von rund 90 Litern pro Sekunde. Die eigentlich erwarteten Werte von 60°C bei einer Schüttung von ca. 50 Litern pro Sekunde wurden somit deutlich übertroffen. Dabei profitiert das Projekt von einer geologischen Anomalie, die im sogenannten Landshut-Neuöttinger Hoch den höchsten bisher in Deutschland bekannten geothermischen Gradienten von über 12° C Temperaturzunahme pro 100 m aufweist (durchschnittlicher Gradient in Mitteleuropa: 3° pro 100m).

Quellen: www.idowa.de, Geothermie Markt Altdorf