Geothermie-Anlage in Poing geht in Betrieb

07.12.12 | Tiefe Geothermie

 

Wappen der Geimeinde Poing

Seit dem 3. Dezember 2012 ist nun das Geothermie-Projekt in Poing am Laufen. Nach vier Jahren und mehreren Rückschlägen in der Bau- und Probephase ist die Anlage fertiggestellt und pumpt mit 80 Litern pro Sekunde Wasser mit einer Temperatur von 76 Grad Celsius  hoch, gibt Peter Wendler bekannt, Sprecher der E.on Bayern Wärme GmbH. „Durch die Geothermie decken wir jetzt 70 Prozent des Wärmebedarfs ab.“ Die restlichen 30 Prozent werden durch drei neue mit erdgasbetriebenen Heizkessel produziert.  Sie werden hauptsächlich für die kalten Wintermonate benötigt, in denen das Thermalwasser für die Gemeinde nicht ausreicht.

Poing-Nord ist bei normalen Bedingungen durch die Geothermie unabhängig von fossilen Brennstoffen und konventioneller Energie. Die Preise der Fernwärme liegen laut E.on derzeit unter denen von Brennstoffen, wie Gas oder Heizöl, und könnten durch die Geothermie stabil gehalten werden.

Das Fernwärmenetz von Poing hat eine Gesamtlänge von 13 Kilometern. Laut E.on sind mehr als 330 Objekte an das Netz angeschlossen. Infolge sich häufender Anfragen aus Poing-Süd hat die E.on Bayern Wärme GmbH im Sommer eine Fernwärmeleitung unter der Bahnlinie in den alten Teil der Ortschaft verlegen lassen. Es steht laut Mitteilung von E.on und Bürgermeister Albert Hingerl noch nicht fest, ob in Poing-Süd ein komplettes Fernwärmenetz installiert wird, jedoch soll beispielsweise das Wohngebäude, welches derzeit an der Hauptstraße errichtet wird, angeschlossen werden.

In den vier Jahren, in denen das Geothermie-Projekt in Poing erbaut wurde, hat der Energiekonzern E.on rund 31 Millionen Euro investiert. Laut E.on Sprecher Peter Wendler sind nun alle Arbeiten abgeschlossen, “ und seit September liegt die Bewilligung zur Gewinnung von Erdwärme durch das Wirtschaftsministerium vor“.

Quelle: Merkur Online