Zusammenschluss zum Bundesverband Geothermie erfolgt

06.03.15 | Bundesverband aktiv

 

Die deutsche Geothermie-Branche findet sich zu einem großen Bundesverband zusammen. Die Mitglieder des Wirtschaftsforum Geothermie e.V. (WFG) und des Bundesverbandes Geothermie.V. (BVG) haben am 5. März 2015 beschlossen, einen gemeinsamen Verband zu bilden. Auf der GeoTHERM – expo & congress 2015 stimmen sie jeweils geschlossen für einen Zusammenschluss.

„Es wächst zusammen, was zusammengehört“, erklärt Dr. Erwin Knapek, Vorsitzender des Wirtschaftsforums Geothermie e.V. (WFG) und Präsident des Bundesverbandes Geothermie e.V. (BVG). Auf Europas größter Geothermie-Fachmesse GeoTHERM 2015 haben die Mitglieder beider Verbände ein klares Votum gegeben: Mit großer Mehrheit haben sie ein Zusammengehen beschlossen. „Wir sprechen nun seit fast zwei Jahren mit einer Stimme. Daher ist es nur konsequent, die Verbändestrukturen zu vereinfachen und einen einzigen, schlagkräften Verband zu formen. Ab 2016 ist ausschließlich der Bundesverband Geothermie e.V. der Ansprechpartner für Politik, Öffentlichkeit und Unternehmen“, sagt Knapek. Erwin Knapek ist seit 2006 Vorsitzender des WFG. 2013 ist er zum Präsidenten des GtV-Bundesverband Geothermie e.V. – jetzt Bundesverband Geothermie e.V. – gewählt worden. Sein Ziel, die beiden größten deutschen Geothermie-Verbände zu vereinen, wird nun erreicht.

Konkret wird die Fusion der Verbände durch den Wechsel der WFG-Mitglieder in den Bundesverband Geothermie e.V. und die planmäßige Auflösung des Wirtschaftsforums Geothermie e.V. „Jetzt müssen wir noch Feinabstimmungen vornehmen. Unser Zeitplan sieht vor, dass sich das WFG Ende 2015 auflöst und die Mitglieder zum BVG überwechseln“, sagt Knapek.

Dr. Erwin Knapek hatte gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen aus dem WFG und dem Präsidium des BVG das Zusammengehen betreut und vorangetrieben. Knapek bedankt sich bei ihnen ausdrücklich für die sehr gute Zusammenarbeit: „Dem WFG-Vorstand und den Mitgliedern des Präsidiums des BVG und insbesondere dem Moderator des Verfahrens, Herrn Prof. Rüdiger Schulz gebührt großes Lob. Konstruktiv, zielführend und an der Zukunft der Branche orientiert, haben alle Beteiligten an den Vorbereitungen für den Zusammenschluss mitgewirkt. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken, auch bei den Geschäftsführern und den Mitarbeitern von WFG und BVG.“ In Vorbereitung der Fusion fanden zahlreiche Gespräche zwischen den beiden führenden Gremien, den Geschäftsführern André Deinhardt (BVG) sowie Thorsten Weimann (WFG) und den Geschäftstellen-Teams der Verbände statt. Im Zuge dessen hatte sich der einstige GtV-Bundesverband Geothermie e.V. auch in Bundesverband Geothermie e.V. umbenannt. Darüber hinaus ist die zukünftige Aufgaben- sowie Arbeitsteilung festgelegt worden: die Geschäftsstelle in Augsburg ist künftig unter anderem für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Landespolitik-Kontakte zuständig, während in Berlin der Fokus auf politischer Arbeit liegt, auf der Mitgliederverwaltung, der Wissensvermittlung und dem Veranstaltungsmanagement.

Bereits auf der aktuellen GeoTHERM 2015 – expo & congress sind das Wirtschaftsforum Geothermie e.V. und der Bundesverband Geothermie e.V. mit einem gemeinsamen Messestand vertreten gewesen. Zahlreiche Besucher und Gespräche am Stand zeigen, dass die Branche einen zentralen Anlaufpunkt begrüßt.

Über das Wirtschaftsforum Geothermie e.V.:

Die in der Tiefengeothermie führenden rund 40 deutschen und Schweizer Unternehmen finden sich seit dem Jahr 2006 unter dem Dach des Wirtschaftsforums Geothermie (WFG) zusammen. Der Verband ist Basis und Schnittstelle für den interdisziplinären Erfahrungsaustausch seiner Mitglieder. Ingenieure, Finanziers, Planer und Geologen bündeln hier ihr Expertenwissen. Zudem sind alle aktiven deutschen Strom- und die meisten Wärmeprojekte im WFG vertreten. Das WFG hat sich daher über die gesamte Bandbreite der Branche hinweg als kompetenter Ansprechpartner gegenüber der Politik positioniert. Vorsitzender des WFG ist Dr. Erwin Knapek (Vizepräsident Bundesverband Erneuerbare Energie e.V.), seine Stellvertreter sind Dr. Peter Seibt (Geothermie Neubrandenburg GmbH) und Dr. Thomas Kölbel (EnBW Energie Baden-Württemberg AG).

Über den Bundesverband Geothermie e.V.:

Der 1991 gegründete Bundesverband Geothermie e.V. (BVG) ist ein Zusammenschluss von Unternehmen und Einzelpersonen, die auf dem Gebiet der Erdwärmenutzung in allen Bereichen der Forschung und Anwendung tätig sind. Er vereint derzeit ca. 600 Mitglieder aus Industrie, Wissenschaft, Planung und der Energieversorgungsbranche. Hauptaufgaben des Verbandes sind die Information der Öffentlichkeit über die Nutzungsmöglichkeiten geothermischer Energie zur Wärme- und Stromerzeugung sowie der Dialog mit politischen Entscheidungsträgern. Der BVG organisiert den jährlichen Geothermiekongress DGK ebenso wie Workshops zu aktuellen Themen und ist Herausgeber der Fachzeitschrift „Geothermische Energie“ sowie weiterer Informationsmaterialien. Der DGK 2015 findet vom 2. bis 4. November Essen statt.