„Geothermie-Monitoring-Technologie“ - Projekt an der Hochschule Karlsruhe

17.07.15 | Oberflächennahe Geothermie

 

Foto: www.hs-karlsruhe.de

Über das zentrale Innovationsprogramm ZIM wird derzeit ein Projekt zwischen der Krämer Erdwärme GmbH, der Systec & Services GmbH und dem Institut für Kälte-, Klima- und Umwelttechnik der Hochschule Karlsruhe gefördert, über das an der Hochschule ein Erdwärmesondenfeld aufgebaut wird.

Je nach geologischem Profil wurden unterschiedliche Erdwärmesonden, z.B. Doppel-U-Sonden, Spiralsonden und Koaxialsonden, installiert. Das Erdwärmesondenfeld besteht insgesamt aus 10 Sonden mit Bohrdurchmessern von bis zu einem Meter und Bohrtiefen bis zu 37 Metern. Ein wichtiger Faktor für den Aufbau des Sondenfelds war der Standort in unmittelbarer Nähe zum Rhein. Dort gibt es Grundwasserströmungen von rund 3 Metern pro Tag, die sich positiv auf die Entzugsleistung des Sondenfelds auswirken. Denn nach dem Wärmeentzug der geförderten Wärmeträgerflüssigkeit, fließt wieder ausreichend ungekühltes Wasser nach.

Bislang waren Verfahren zur Bestimmung der spezifischen Entzugsleistung aus dem Erdreich sehr zeitaufwendig, kostenintensiv und lieferten ungenaue Ergebnisse bei stärkerer Grundwasserströmung. Deshalb zielt das „Geothermie-Monitoring-Technologie“ Projekt darauf ab, ein Messsystem zu entwickeln, das die lokale Wärmeentzugsleistung bestimmen und somit eine Leistungsoptimierung bewirken kann. Mit diesem System lassen sich Mehrkosten bspw. durch Überdimensionierung vermeiden. Die bereitgestellten Daten liefern eine sichere Planungsgrundlage für die Installierung von Erdwärmesondenfeldern.

Quelle: www.regio-news.de/ka/news-karlsruhe/regionale-nachrichten-karlsruhe/152335-innovatives-geothermie-monitoring.html