progres.nrw-Markteinführung fördert Erdwärmeheizungen

08.02.17 | Politik & Recht

 

Foto: chocolat01 / pixelio.de

Mit dem Programm progres.nrw-Markteinführung fördert die nordrhein-westfälische Landesregierung die breite Markteinführung umweltfreundlicher Energietechniken. Zuschüsse werden für den Einbau erneuerbarer Heizsysteme, Wärmenetze, Energiespeicher und andere Maßnahmen bezahlt. Erdwärmeheizungen werden in Verbindung mit Sonden, Kollektoren und Brunnen gefördert:

  • Erdwärmesonden (bis 400 Meter Tiefe): 10 € pro Meter
  • Erdwärmekollektoren: 6,5 € pro Quadratmeter
  • Brunnenbohrungen (bis 400 Meter Tiefe): 1 € pro Liter  (Pumpenleistung pro Fördermenge)

Voraussetzungen für die Förderung ist die Auslegung der Anlage nach der VDI-Richtlinie 4640 und fachgerechte Montage durch einen Fachunternehmer, die Entsprechung mit den wasserwirtschaftlichen Anforderungen des Landes und die Erfüllung der Mindestkriterien für die Jahresarbeitszahl des bundesweiten Marktanreizprogramms (3,8 bei Wohngebäuden, 4,0 bei Nichtwohngebäuden).

Anträge können ab sofort bei der Bezirksregierung Arnsberg gestellt werden, die wie bisher das Förderprogramm landesweit umsetzt. Auf der Webseite der Bezirksregierung stehen neben der neuen Förderrichtlinie auch die aktuellen Antragsvordrucke als Download zur Verfügung. Das Programm richtet sich primär an private Eigentümerinnen und Eigentümer sowie kleine und mittelständische Unternehmen.

Das nordrhein-westfälische Umweltministerium sieht in dem Markteinführungsprogramm einen wichtigen Beitrag zur Klimaschutzpolitik des Landes. "Mit dem überarbeiteten Programm steht den Bürgerinnen und Bürgern ebenso wie den Unternehmen auch weiterhin ein attraktives Förderprogramm für Energieeffizienz, Energieeinsparung, Nutzung Erneuerbarer Energien und damit für den Klimaschutz in NRW zur Verfügung – das ist gut für den Klimaschutz made in NRW", sagte Umweltminister Johannes Remmel.

2016 wurden über das Programm über 5000 Projekte mit fast zwölf Millionen Euro gefördert. "Mit diesen Maßnahmen wurden Investitionen in Höhe von circa 72 Millionen Euro ausgelöst. Somit ist progres.nrw – Markteinführung nicht nur ein Programm zum Klimaschutz, sondern gleichzeitig auch ein klimafreundliches Wirtschaftsförderungsprogramm", so Minister Remmel. Im Jahr 2017 stehen wieder Haushaltsmittel in Höhe von rund 12 Millionen Euro zur Verfügung.

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Quelle: Umweltministerium NRW