Spezielles Arbeitsfluid ermöglicht effizientere Stromgewinnung

08.03.17 | Forschung & Entwicklung

 

Dr.-Ing. Markus Preißinger (unten li.) und Masterstudent Tobias Popp B.Sc. montieren die neue Turbine im Forschungskraftwerk des Zentrums für Energietechnik (ZET) der Universität Bayreuth. Foto: Christian Wißler

Der Universität Bayreuth ist es gelungen, mit Hilfe eines speziellen Arbeitsfluids, industrielle Abwärme mit einem Turbinenwirkungsgrad von 75 % in Strom umzuwandeln. In Kooperation mit der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Amberg-Weiden sowie einem Amberger Turbinen-Hersteller optimierten sie das Forschungskraftwerk in Bayreuth mit Hexamethyldisiloxan. Diese chemische Verbindung aus der Gruppe der Siloxane ermöglicht, dass Spitzenwirkungsgrade der Turbine erreicht werden.

Grundlage für die Stromerzeugung des Bayreuther Forschungskraftwerkes bildet der Organic Rankine Cycle (ORC), ein spezieller Dampfkraftprozess, der üblicherweise auch in Geothermiekraftwerken genutzt wird. Durch das Hexamethyldisiloxan und der Verwertung der hohen Abgastemperaturen, durch einen speziellen Wärmeübertrager, kann mehr Wärme in Strom umgewandelt werden. Der Turbinenwirkungsgrad konnte somit von ca. 65 % auf 75 % gesteigert werden und die Abgastemperaturen, von anfangs 300 Grad, auf knapp 410 erhöht werden.

Quelle:   Uni-Bayreuth.de   Wiesentbote.de