Hamburg: Geowärmespeicher sollen Kohlekraftwerk ersetzen

15.03.17 | Nachrichten & Kurzmeldungen

 

Die Hafenstadt Hamburg mit der Elbphilharmonie

Hamburgs Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) sucht nach alternativen Energiequellen für das alte Kohlekraftwerk in Wedel. Als geeignete Lösung sieht Kerstan ein Mix aus industrieller Abwärme, Müllverbrennung und Wärmepumpen. Den zentralen Baustein des Konzeptes bilden jedoch vier große Wärmespeicher unterhalb der Erde. Die Speicherungskapazität eines Wärmespeichers beträgt bis zu 25.000 Megawattstunden Wärme. Als Grundlage für die Umsetzung des Konzeptes gilt die Speicherung durch Aquifer(Grundwasserleiter), die ca.150 Meter unter der Oberfläche liegen.

Da die Müllverwertungsanlagen und die Industriebetriebe im Sommer genauso viel Wärme wie im Winter produzieren, soll die überschüssige Wärme in Form von heißem Wasser gespeichert werden. Dafür wird kaltes Grundwasser entnommen, aufgeheizt und unter die Erde gepumpt. In der Tiefe ist das Wasser gut geschützt und verliert nur sehr wenig Energie, vergleichbar mit der Isolation einer Thermoskanne. Im Sommer soll die überschüssige Wärme zum Heizen des Grundwassers von ca. 10 auf 80-100 Grad genutzt werden. Das erwärmte Wasser wird dann rund 100 Tage in einen Speicher eingebracht werden. Dort soll es dann ca. 100 Tage ruhen, um zu Beginn der Heizperiode wieder entnommen zu werden.

Quelle: welt.de