Geothermische Energieversorgung für das Projekt „Ökovision Usedom“

27.03.17 | Tiefe Geothermie

 

Die Seebrücke in Heringsdorf auf Usedom / Foto: pixabay

Die Gemeinde Heringsdorf hat zur Realisierung des Projektes „Ökovision Usedom“ mit dem Unternehmen DISA Energy einen Konzessionsvertrag geschlossen. Geplant ist eine Warmwasser- und Wärmeversorgung der Kaiserbäder (Gemeinden Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin) auf der Insel Usedom mittels Tiefer Geothermie. In einer Tiefe von ca. 1.800 Metern soll vorhandenes Tiefenwasser mit einer Temperatur von bis zu 68 °C gefördert werden. DISA Energy möchte 16 Millionen Euro in das Fernwärmenetz der Gemeinde investieren. Gemeinsam mit dem Konzern RWE soll das Projekt realisiert werden.

In Heringsdorf beginnend sollen zwei Tiefbohrungen (hydrothermale Dublette) zur Förderung und Re-Injektion des Thermalwassers durchgeführt werden. Für den Bohrplatz und den 30-60 Meter hohen Bohrturm sind rund acht Millionen Euro geplant. Um das ca. 68 °C warme Wasser auf ca. 80 °C zu erwärmen, wird eine Wärmepumpe installiert. Mit Hilfe von Wärmetauschern in der geothermischen Zentrale soll die Wärme in das Versorgungsnetz eingespeist werden. Das Netz der Kaiserbäder Ahlbeck und Bansin soll später zusammen mit Heringsdorf zu einem Fernwärmering ausgebaut werden. Ein Blockheizkraftwerks (BHKW) mit einer elektrischen Leistung von ca. 300 kW soll benötigten Strom bereitstellen und zusätzliche Wärme liefern.

Quelle:   Disa-energy.de   Ostsee-zeitung.de