Neubau des Bahnhofs Arnheim: Stadtsymbol nutzt Geothermie

11.04.17 | Nachrichten & Kurzmeldungen

 

Eine architektonische Besonderheit: der 16 Meter hohe "Twist" im Zentrum des Bahnhofsgebäudes. Foto: Wikimedia Commons

In der niederländischen Stadt Arnheim ist der Bahnhof Arnhem Centraal ein Stadtsymbol geworden. Der Bahnhof setzt mit schuppenartig geformten Glasfaserbetonelementen und der Nutzung der Geothermie auf moderne Architektur und eine nachhaltige Energieversorgung. Er dient als Knotenpunkt der unterschiedlichen Verkehrsmittel und hat die Funktion diese noch besser zu vernetzten. Durch einen Stadtentwicklungsplan sollen zwei 16-geschössige Bürohochhäuser (22.000 m²), Geschäfte, Wohneinheiten und eine neue Bahnhofshalle das Areal des Bahnhofs vervollständigen. Ein Autotunnel, eine Fahrradgarage mit 4.800 sowie eine Tiefgarage mit 1.050 PKW-Stellplätzen sind ebenfalls geplant.

Die Geothermie wird im Bahnhof zur Regulierung der Raumtemperatur eingesetzt. Das Gebäude besitzt außerdem offene Glasfassaden sowie ein leicht anteigendes Stahlbetondach, welches in einigen Bereichen fließend in die Wände übergeht. Für die 4.500 m2 große Dachfläche kamen 1.400 individuell schuppenartig geformte Glasfaserbetonelemente zum Einsatz. Der Bahnhof wurde im Jahre 1845 eröffnet und erhielt 1954 einen Neubau. Nach Bau-und Sanierungsarbeiten konnte er am 19. November 2015 nach 20-jähriger Planungs- und Bauzeit wieder in Betrieb gehen. Dafür wurden insgesamt 37,5 Millionen Euro in den Bahnhof investiert.

Quelle:   bba-online.de   Arnhem.nl