In Geretsried heißt es jetzt „Glückauf“

05.05.17 | Forschung & Entwicklung

 

In Geretsried kann es wieder losgehen. Der Bohrturm wird den Bohrmeißel rund 4.800 ins Erdreich vordringen lassen. Dabei sollen Bohrkerne entnommen werden, um wichtige Erkenntnisse über den Untergrund zu erhalten. - Foto: Moeck

Es wird wieder gebohrt in Geretsried. Zur Wiederaufnahme der Arbeiten vor Ort lud der Projektkoordinator Enex am gestrigen Donnerstag (4. Mai) zu einer Feierstunde auf das Hofgut Breitenbach ein. Zugegen waren zahlreiche Besucher aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gäste aus der Region. Während der Bohrarbeiten sollen bis zu 330 m Bohrkern aus dem über 4.800 m langen Bohrloch gewonnen werden. Ermöglicht wird dies durch die wissenschaftliche Begleitforschung des Forschungsprojekts Dolomitkluft, das durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert wird.

Für das Bohrkernen ist das Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik LIAG unter Leitung von Prof. Dr. Inga Moeck zuständig. „Das Bohrkernen erwarten wir mit großer Spannung“, betont Prof. Moeck. „Erstmalig werden wir das Tethysmeer, in dem die Karbonate des Malms abgelagert wurden, im Gesteinverband zu Gesicht bekommen. Das ist für mich ein bisschen wie die ersten Schritte auf dem Mond“, resümiert die Wissenschaftlerin. Neben dem wissenschaftlichen Mehrwert und den damit verbundenen Doktorarbeiten wird auch große Hoffnung in die Fündigkeit der Bohrung GEN-1ST gesetzt.

Mehr Informationen zu dem Forschungsprojekt und den aktuellen Abläufen sind auf der Projektwebsite zu finde: http://www.liag-hannover.de/microsite-dolomitkluft.html.