Schweiz stimmt für Energiestrategie

22.05.17 | Geothermie weltweit

 

Quelle: Wikipedia

Die Geothermie sieht in der Schweiz positiven Zeiten entgegen. Am gestrigen Sonntag stimmten 58 Prozent der Stimmberechtigten für die Energiestrategie 2050. Beschlossen wurden damit erhöhte Einspeisevergütungen für Geothermiestrom, eine verstärkte Förderung von Erkundungsmaßnahmen und Wärmeprojekten sowie eine verbesserte Risikoabsicherung. Der Bund sichert sich das Recht Förderbeträge zurückzufordern und fordert die Offenlegung von Untergrunddaten von den geförderten Projekten.

Die Vergütungen für die Einspeisung von Geothermiestrom steigen. Sie betragen je nach Leistung zwischen 22,7 - 40 Rappen pro Kilowattstunde (~ 20,8 – 36,65 Cent). Bei petrothermalen Projekten erhöht sie sich um 7,5 Rappen pro Kilowattstunde (~ 6,9 Cent). Allerdings soll es ab 2023 keine neuen Einspeisevergütungen mehr geben. Maximal 30 Millionen Franken stehen jährlich zur Förderung von Wärmeprojekten zur Verfügung; der Staat übernimmt bis zu 60 Prozent der Projektkosten. Ausgebaut wird auch die Unterstützung von Erkundungsmaßnahmen. Sie werden ebenfalls mit einer bis zu 60-prozentigen Kostenübernahme unterstützt. Die Energiestrategie stellt trotz der attraktiven Förderung sicher, dass keine Überförderung stattfindet. Stellt der Bund fest, dass die Förderung zu übermäßigen Gewinnen führt, kann die Förderung zurückgefordert werden. Die Neuerungen treten zum 1. Januar 2018 in Kraft.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des schweizerischen Geothermieverbandes.