Geothermie heizt Elefanten ein

10.07.17 | Nachrichten & Kurzmeldungen

 

Das Elefantenhaus der Wilhelma Stuttgart soll zukünftig geothermische beheizt werden. Im Foto zu sehen sind von links nach rechts: Tierpfleger Volker Scholl, die baden-württembergische Finanzministerin Edith Sitzmann, Elefantenkuh Pama und Wilhelma-Direktor Dr. Kölpin. Sie alle versammelten sich im April diesen Jahres anlässlich der Vorstellung der neuen Elefantenwelt / Foto: Wilhelma Stuttgart

Der zoologisch-botanische Garten „Wilhelma“ in Stuttgart könnte bald schon mit Erdwärme beheizt werden. Die Wärme soll aus dem in Bau befindlichen Rosensteintunnel bezogen werden, der unter anderem die Wilhelma durchqueren soll. Gefördert wird das Projekt vom Bundesumweltministerium mit 270.000 Euro. Der Förderbescheid wurde am vergangenen Freitag durch die parlamentarische Staatssekretärin des Bundesumweltministeriums, Rita Schwarzelühr-Sutter, übergeben. Die Gesamtinvestitionen für die Anlage belaufen sich auf ca. 685.000 Euro.

Unter anderem sollen die Dickhäuter im Elefantenhaus in den Genuss der wohligen Wärme aus dem Erdreich kommen. Geplant ist, die Abwärme aus dem Verkehr, dem Boden und der Tunnelbetriebstechnik des 1,3 Kilometer langen Rosensteintunnels mittels Kollektoren und Wärmepumpen nutzbar zu machen. Damit sollen sich im Vergleich zu einer herkömmlichen Heizung ca. 201 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen lassen. Im Rahmen der Übergabe des Förderbescheids würdigte Baubürgermeister Peter Pätzold die Anlage als einen wichtigen Beitrag zum Energiekonzept von Stuttgart.

 

Quelle: Stuttgarter Nachrichten