Coburg: Rathaus entscheidet sich für Sanierungsmethode mit Geothermie

27.07.17 | Oberflächennahe Geothermie

 

Wappen der Stadt Neustadt bei Coburg Foto: Wikipedia

Am vergangenen Montag (24.7.) hat sich der Stadtrat im oberfränkischen Neustadt bei seiner Sitzung für eine grundlegende Sanierung des örtlichen Rathauses entschieden. Dabei steht vor allem die Energieeinsparung in Kombination mit einer Verbesserung des Raumklimas im Fokus. Um dies zu erreichen, hat sich die Stadt für die Variante mit Oberflächennaher Geothermie entschieden. Die bis zu 100 Meter langen Rohre könne man sehr gut in den Sandsteinboden unterhalb des Rathauses einbringen. Geheizt und gekühlt wird das Gebäude dann mit der Erdwärme. Die Klimatisierung würde über die Deckenelemente der Räume erfolgen. Insgesamt 10 Millionen Euro investierte die Stadt in das Rathaus, wovon 2,3 Millionen Euro aus dem kommunalen Investitionsprogramm (KIP) stammen.

Obwohl die Variante mit Geothermie mit höheren Investitionskosten verbunden ist, entschied sich der Stadtrat bewusst für die Erdwärme. „Langfristig rechnet sich die teurere Variante“, so Wolfram Salzer (SPD). Eine Innendämmung mit einem „intelligenten, atmenden Material" zur Verbesserung des Raumklimas ist ebenfalls geplant. Außerdem soll mit der Sanierung die Stadtbibliothek in eine moderne Mediathek verwandelt werden, um so „zukunftsfähig für die nächsten 20 bis 25 Jahre" zu sein. Zusätzlich investiert die Stadt in eine behindertengerechte Zugänglichkeit des Rathauses und in die Erweiterung des evangelischen Kindergartens, welcher derzeit im Gemeindehaus untergebracht ist.

Quelle: Neue Presse Coburg