DGK 2017: Herausforderungen und Chancen der Geothermie in Österreich

17.08.17 | Termine

 

Österreich ist das Partnerland des DGK 2017//Bild: pixabay

Erdwärme hat in Österreich ein großes Nutzungspotenzial mit einer potenziellen thermischen Leistung von rund 2.000 MW und einer potenziellen elektrischen Leistung von etwa 7 MW (Erneuerbare Energie Österreich). Der Workshop 6 des DGK 2017 bietet die Möglichkeit zum Austausch über Entwicklungen und Forschungsarbeiten im österreichischen Geothermiesektor. Darüber hinaus wird  Akteuren aus der Forschung, Wirtschaft und Verwaltung die Möglichkeit der Vernetzung mit Experten aus dem Partnerland des DGK 2017 geboten. Der Workshop findet am 12. September 2017statt und wird geleitet von Gregor Götzl von der Geologischen Bundesanstalt Österreich.

Zuerst wird die Markt- und Forschungssituation der Oberflächennahen und der Tiefen Geothermie in Österreich im Vergleich zur Situation in Deutschland und der Schweiz von Doris Rupprecht von der Geologischen Bundesanstalt in einem Einleitungsvortrag vorgestellt.

Ausfällungs- und Korrosionsrekationen im Thermalwasser gelöster Stoffe kann die Effizienz der Anlagentechnik sowie die Porosität des Gesteins stark beeinflussen. In den folgenden Präsentationen von Dorothee Hippler von der Technischen Universität Graz und von Edith Edith Haslinger vom Austrian Institute of Technology wird eine Charakterisierung von thermalen Tiefengrundwässern zur Verbesserung der Nachhaltigkeit und der Lebensdauer von Tiefen Geothermieanlagen präsentiert.

Anschließend erklärt Marcellus Schreilechner von der Geo5 GmbH, wie hydrothermale Geothermie im östlichen Raum Wiens genutzt werden kann. Dieser Frage wurde im Projekt GeoTIEF-BASE nachgegangen.

Gerade in Städten lassen sich viele Wärmequellen ausfindig machen. Kurt Könighofer von der Joanneum Research Forschungsgesellschaft stellt eine Methodik vor, die im Rahmen des Projektes Manage_GeoCity entwickelt wurde, um städtische Wärmequellen zur Wärme- und Kältenutzung sowie zur saisonalen Speicherung nutzen zu können.

Auch wenn Erdwärme praktisch überall genutzt werden kann, kann Ihre Nutzung in bestimmten Gebieten in Konkurrenz mit anderen Nutzungsformen treten. Deshalb wurde im Rahmen des Bund-Bundesländer Kooperationsprojektes SC-27 das erste Web-basierte Informationssystem zur Oberflächennahen Geothermie in Österreich erstellt. Magdalena Bottig von der Geologischen Bundesanstalt wird den Wärmepumpenatlas Salzburgs präsentieren.

Der letzte Vortrag umreißt große geothermische Projekte im Spezialtiefbau in Österreich. Dabei werden Best- und Worst-Case-Beispiele von Holger Kaiser von der German Water & Energy Group vorgestellt.

In 26 Tagen ist es so weit! Vom 12.-14. September 2017 findet der Geothermiekongress 2017 in der BMW Welt München statt. Die zentrale Wissensplattform bietet 10 Workshops (12.09.) sowie 16 Foren (13.-14.09.) zu allen Themen der Oberflächennahen und Tiefen Geothermie.

Das aktuelle Programm zum DGK finden sie hier: www.der-geothermiekongress.de