Sachsens Umweltminister Schmidt: Geothermie nicht durch Atomendlagersuche behindern

21.08.17 | Politik & Recht

 

Foto: SMUL/Foto-Atelier-Klemm

Sachsens Umweltminister Thomas Schmidt (CDU) fordert, dass die beauftragten Behörden bei der Suche nach einem Atomendlager mit Augenmaß vorgehen und die Genehmigung von Geothermieanlagen nicht mehr als nötig behindern. Dabei sieht Schmidt das Prinzip der „weißen Landkarte“ als problematisch an, welches bestehende Karten unberücksichtigt lässt. „Diese Regelung könnte uns den Ausbau der Geothermie erschweren“, wird Schmidt in einer DPA-Meldung zitiert. Er möchte zumindest für einige Projekte eine Sondergenehmigung erreichen. „Wir haben deshalb dem Bundesamt vorgeschlagen, für Bohrungen bis 200 Meter Tiefe in Kristallin generell das Einvernehmen zu erteilen, ohne Einzelprüfung.“ Schmidt sieht darin eine deutliche Entlastung des Bundesamtes.

Auch BVG-Präsident Dr. Erwin Knapek sieht einige Punkte des Standortauswahlgesetzes für ein Atomendlager kritisch und findet die weiße Landkarte „irrsinnig“. „Man tut so, als würde man überhaupt nichts wissen über den Untergrund. Im Grunde geht man davon aus, dass das Endlager überall in Deutschland - also auch unter jeder Stadt und jeder Ansiedlung et cetera - möglich ist“, sagt Knapek.

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