DGK 2017: Partnerregion Zentralamerika

25.08.17 | Termine

 

Der Arenal Vulkan in Costa Rica // Bild: Wikipedia

Zentral Amerika ist ein Teil des Pazifischen Feuerrings, einer Region die durch eine große Anzahl von sowohl aktiven, als auch inaktiven Vulkanen geprägt ist. Im Gegensatz zu Deutschland, wo oft bis in Tiefen von mehreren Tausend Metern gebohrt werden muss, um nutzbare Temperaturen vorzufinden, kann man in Mittelamerika schon in Tiefen von 200 Metern Temperaturen um 150°C nutzen. Im englischsprachigen Workshop 8 „Partnerregion Zentralamerika“ des Geothermiekongresses tauschen sich Experten aus Zentralamerika und Deutschland über ihre Erfahrungen aus, wie Niedertemperatur-Lagerstätten effizient zur Strom-, Wärme- und Kälteproduktion genutzt werden können und welche dieser Technologien und Vorgehensweisen übertragbar auf die Region Zentralamerika sind. Ziel ist es gegebenenfalls partnerschaftliche Projekte zu initiieren. Geleitet wird dieser Workshop vom 12. September von Claus Heske, dem Internationalen Koordinator des Bundesverbandes Geothermie.  

Carlos Montenegro von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) macht den Auftakt der Vortragsreihe und stellt die derzeitige zentralamerikanische Situation und den Ausbaubedarf vor. Tanja Faller, ebenfalls von der GIZ Zentralamerika, befasst sich mit dem mittelamerikanischen Geothermiepotenzial.

Auch im Bereich der Bewerbung von Geothermie durch die Öffentlichkeitsarbeit gibt es noch Ausbaubedarf, um Investoren zu animieren. Jens Wirth von der KfW Developement Bank stellt in diesem Zusammenhang die Geothermische Entwicklungseinrichtung (GDF) vor, die erste Klimainitiative zur Gewinnung mehrerer Spender. Dr. Anastasia Golubkova von der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft präsentiert Möglichkeiten der versicherten Folgefinanzierung für GDF geförderte Projekte.

Olaf Brenner von der DMT GmbH & Co. KG präsentiert die Möglichkeiten seismischer Exploration für Zentralamerika. Die Vorträge von Cristian Scanzoni und Daniel Lackner von der Erdwerk GmbH und Waldemar Müller-Ruhe von der H. Anger‘s Söhne Bohr- und Brunnenbaugesellschaft beschäftigen sich mit der Planung und Durchführung von Bohrvorhaben.

Die Ausfällungsprodukte der geförderten Sole können sich bei der Exploration und Reinjektion  in Rohren und im Gestein absetzen bzw. ätzend wirken und dementsprechend die Effizienz einer Geothermieanlage verringern. Julia Scheiber von der BESTEC GmbH erklärt, wie damit umgangen werden kann. Abschließend stellt Thorsten Weimann von der gec-co GmbH den Vergleich zwischen Organic Rankine Zyklen und Kalina Zyklen in binären Geothermiekraftwerken an.

In 18 Tagen ist es so weit! Vom 12.-14. September 2017 findet der Geothermiekongress 2017 in der BMW Welt München statt. Die zentrale Wissensplattform bietet 10 Workshops (12.09.) sowie 16 Foren (13.-14.09.) zu allen Themen der Oberflächennahen und Tiefen Geothermie.

Das aktuelle Programm zum DGK finden sie hier: www.der-geothermiekongress.de