DGK 2017: Exploration von Karbonatreservoiren

06.09.17 | Termine

 

Dachsteinkarbonat in den österreichischen Alpen//Bild: Wikipedia

Karbonatgesteine im Untergrund stellen bedeutende Georeservoire für die Tiefe Geothermie dar, da sie wichtige Aquifere enthalten können. Gleichzeit ist ihre Nutzung nicht immer einfach, da Risse und Brüche im Karbonat sehr unterschiedliche Entstehungsursachen haben und daher auch ziemlich verschieden ausfallen können. Das erschwert eine Charakterisierung der Karbonate. Außerdem lassen sich Strukturen im Karbonat nur schwerlich mittels Seismik abbilden. Deshalb sind von Veränderungen der Ablagerung ausgehende Risiken nur schwer vorhersagbar, was bei der Exploration zu Problemen führen kann.

Der Crossover Workshop, der am 15. September im Anschluss an den Geothermiekongress 2017 stattfindet, bietet einen Wissens- und Erfahrungsaustausch über die Exploration von Karbonatreservoiren. Seismikexperten aus Öl- und Gasindustrie, Geologen und Geowissenschaftler aus dem Geothermiesektor stellen neue Explorationsmethoden vor sowie Explorationsablaufpläne und Karten zu Gebieten erhöhter Unsicherheiten.

In diesem Rahmen werden Geothermieprojekte der Region besucht. Veranstaltet wird dieses Side-Event von der Europäischen Geowissenschaftlichen Vereinigung (EAGE) in Zusammenarbeit mit der Internationalen Geothermievereinigung (IGA) und dem Bundesverband Geothermie (BVG).

 

Folgende Themen kommen zur Sprache:

  • Fazies, Mineralogie und Geochemie relevanter Karbonatgesteine
  • Seismischen Interpretation von Karbonatgesteinen und Georeservoiren
  • Charakterisierung der Karbonatreservoire im deutschen Molassebecken

 

In 25 Tagen ist es so weit! Vom 12.-14. September 2017 findet der Geothermiekongress 2017 in der BMW Welt München statt. Die zentrale Wissensplattform bietet 10 Workshops (12.09.) sowie 16 Foren (13.-14.09.) zu allen Themen der Oberflächennahen und Tiefen Geothermie.

Das aktuelle Programm zum DGK finden sie hier: www.der-geothermiekongress.de

Die Anmeldung zum Workshop erfolgt über die EAGE-Seite.