Bieberbach: „München hat Vorbildfunktion bei der Erdwärmeversorgung“

13.09.17 | Bundesverband aktiv

 

// Geothermiekongress 2017 in München feierlich von Dr. Florian Bieberbach (SWM), Dr. Erwin Knapek (BVG) und Dr. Ulrike Wolf (StMWi Bayern) eröffnet.

// Der DGK 2017 bietet über 150 Vorträge in 16 Foren, 10 Workshops und zahlreiche Sideevents.

München ist Vorreiter bei der Umstellung auf Fernwärmenetze, die mit Erdwärme versorgt werden. Die Stadtwerke München (SWM) sehen in der Geothermie die Ressource, die Landeshauptstadt langfristig mit erneuerbarer, CO2-freier Wärme zu versorgen. „Durch die langfristige Umstellung der Fernwärmeversorgung auf Geothermie in München wollen wir ganz Europa zeigen, dass die Wärmewende in Großstädten möglich ist“, sagte heute SWM-Geschäftsführer Dr. Florian Bieberbach während der Eröffnung des Geothermiekongresses 2017. Veranstaltet wird die europaweit beachtete Wissensplattform vom Bundesverband Geothermie gemeinsam mit Bayern Innovativ.

Der Geothermiekongress 2017 (DGK) bietet vom 13. bis 14. September mit seinen zwei Kongresstagen ein umfangreiches Programm für Wissenschaftler, Kommunalvertreter und Unternehmer. Dabei ist das gestiegene Interesse an der deutschlandweit zentralen und auch europaweit beachteten Wissensplattform deutlich spürbar. Das wissenschaftliche Komitee konnte aus knapp 200 Vortragseinreichungen auswählen und das Angebot weiter ausbauen.

Bereits am Vortag diskutierten über 160 Teilnehmer am Workshoptag aktuelle Themen der Oberflächennahen und Tiefen Geothermie. Besondere Beachtung fand dabei der Austausch mit dem Partnerland Österreich und der Partnerregion Zentralamerika. Der Präsident des Bundesverbandes Geothermie freut sich derweil darüber, dass die Angebote für das internationale Publikum so gut angenommen werden. „Wir spüren, dass das deutsche Know-how auch über die Grenzen hinweg große Beachtung findet“, sagt Knapek.

Dr. Christian Hecht und Dr. Christian Pletl erhalten Patricius Medaille

Im Rahmen der Eröffnungsfeier wurden Dr. Christian Pletl und posthum Dr. Christian Hecht von den Stadtwerken München mit der Patricius Medaille geehrt. Sie erhalten die höchste Auszeichnung des Bundesverbandes Geothermie für ihren engagierten Einsatz für die Erdwärmenutzung, besonders für den Umbau der Münchner Fernwärmeversorgung auf Geothermie. „Mit wegweisenden Großprojekten, wie GRAME, mit dem der gesamte südliche Untergrund der Stadt München mittels 3D-Seismik erfasst wurde, haben sie die Geothermie in Deutschland maßgeblich mitgeprägt“, sagt Laudator Prof. Dr. Rüdiger Schulz, emeritierter Leiter des Leibniz-Instituts für Angewandte Geophysik.

Der Geothermiekongress findet dieses Jahr vom 12. bis 14. September in der BMW Welt in München statt. Veranstaltet wird der DGK 2017 vom Bundesverband Geothermie gemeinsam mit Bayern Innovativ, der Wirtschaftsförderung Bayerns, und mit Unterstützung des bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie. Hauptsponsor sind die Stadtwerke München, Goldsponsoren Storengy Deutschland und die Erdwärme Gemeinschaft Bayern sowie der Silbersponsor Erdwerk. Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries unterstützt die Veranstaltung als Schirmherrin.

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