DGK 2017: Geothermiekongress mit über 700 Besuchern ausverkauft

14.09.17 | Bundesverband aktiv

 

Die Eröffnung des Geothermiekongresses war bis zum letzten Platz gefüllt. Unter den Teilnehmern waren auch Gäste aus Zentralamerika. - Foto: Bundesverband Geothermie / StefanWeberPhotoArt

Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie lädt zum Staatsempfang. Staatssekretär Franz Josef Pschierer (Foto) begrüßt die Gäste im Max-Joseph-Saal der Residenz München. - Foto: Bundesverband Geothermie / StefanWeberPhotoArt

// Über 700 Besucher diskutierten vom 12.-14. September in München neueste Erkenntnisse zu Oberflächennaher und Tiefer Geothermie.

// Auszeichnungen für Patricius Medaille, Nachwuchswissenschaftler, Science Bar Wettbewerb und erdwärmeLIGA vergeben.

(Berlin/München, den 14. September 2017) Hunderte Vorträge, Workshops und Side Events – der Geothermiekongress (DGK) geht heute nach drei Tagen zu Ende. Über 700 nationale und internationale Besucher suchten den Erfahrungsaustausch in der BMW-Welt in München. Im nächsten Jahr findet der DGK vom 27. bis zum 29. November 2018 im Haus der Technik in Essen statt.

Der Bundesverband Geothermie (BVG), der gemeinsam mit Bayern Innovativ Veranstalter des Geothermiekongresses ist, zeigt sich zufrieden anlässlich des gestiegenen Interesses an der zentralen Wissensplattform zur Erdwärmenutzung. „Ich freue mich, dass wir es geschafft haben, in diesem Jahr den Geothermiekongress nach München zu holen. Hier gibt es Tiefe Geothermie zum Anfassen. Die Stadtwerke München zeigen, welches Potenzial in der geothermischen Fernwärmebereitstellung steckt. Hinzu kommt das schier unendliche Potenzial der Oberflächennahen Geothermie, das mit immer besserer Technologie fast überall genutzt werden kann“, sagt Dr. Erwin Knapek, Präsident des Bundesverbandes Geothermie.

Unterstützt wurde die zentrale Wissensveranstaltung vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie sowie der Wirtschaftsförderung Bayern Innovativ und dem Hauptsponsor Stadtwerken München. „Das Engagement unserer Partner ist nicht selbstverständlich und ermöglicht wesentlich den Wissenstransfer zwischen Forschung und Anwendung“, lobt Knapek. „Bedanken möchte ich mich auch beim Bundeswirtschaftsministerium. Seit Jahren verbindet uns eine enge Partnerschaft bei der Forschungsförderung. Mit dem Energieforschungsprogramm hat die Bundesregierung wesentlichen Anteil daran, dass wir immer mehr über den Untergrund wissen.“ Auch in diesem Jahr übernahm das BMWi die Schirmherrschaft.

Weiter verstärkt wurde das Angebot für internationale Gäste. Besonders im Fokus stand der Austausch mit dem Partnerland Österreich und der Partnerregion Zentralamerika. „Ich bin beeindruckt, wie groß das internationale Interesse an deutschem Know-how ist. Inzwischen kommen nicht nur Teilnehmer aus Europa, sondern der ganzen Welt zu uns“, sagt BVG-Präsident Dr. Erwin Knapek mit Blick auf die Delegation zentralamerikanischer Wirtschaftsvertreter, welche durch die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und die Zentralamerikanische Bank für Wirtschaftsintegration (BCIE) ermöglicht wurde.

Auch im Oberrheingraben sieht Verbandschef Knapek großes Potenzial und blickt derweil interessiert nach Frankreich. „Unsere direkten europäischen Nachbarn sind auf dem Weg, Tiefe Geothermie in Reservoiren aufzubauen, die insbesondere deutsche Entwickler im Oberrheingraben befruchten werden.“

Visionäre und Jungwissenschaftler ausgezeichnet
Im Rahmen der Eröffnung am 13. September wurden Dr. Christian Hecht und Dr. Christian Pletl mit der Patricius Medaille für ihre Verdienste um die Geothermie besonders im Raum München ausgezeichnet. Der Preis für den besten Nachwuchswissenschaftler ging an Klas Lüders (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel) für seine zukunftsweisenden Leistungen im Bereich der Erforschung und Bewertung von hydrogeochemischen Prozessen in unterirdischen Wärmespeichern. Für den besten Beitrag beim Posterwettbewerb der Science Bar wurde die Jungwissenschaftlerin Julia Gallas (Universität Bremen / Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik) ausgezeichnet. Sie überzeugte die Jury mit ihrer Masterarbeit über die Attributanalyse zur Beschreibung der seismischen und lithologischen Fazies des Malm. Die Science-Bar wird organisiert durch die „Junge Geothermie“, einen Verbund von Studenten und jungen Wissenschaftlern im BVG.

Der Sieger der diesjährigen erdwärmeLIGA ist Brandenburg.
Mit 249 Punkten holt Brandenburg erstmals seit 2012 wieder den Titel der erdwärmeLIGA als erfolgreichstes Bundesland bei der Nutzung Oberflächennaher Geothermie. „Aufsteiger des Jahres“ mit einer Verbesserung um drei Plätze ist Rheinland-Pfalz. Die erdwärmeLIGA bewertet den Ausbau der Oberflächennahen Geothermie in den Bundesländern anhand der Förderzahlen des Marktanreizprogramms bezogen auf die Einwohnerdichte. Die Auszeichnung für den Gesamtsieg wurde am Mittwoch im Rahmen der Eröffnungsfeier des Geothermiekongresses DGK 2017 verliehen.

BVG-Präsidium wird einstimmig bestätigt
Dr. Erwin Knapek durfte sich über seine dritte Amtszeit als Präsident des Bundesverbandes Geothermie e.V. freuen. Mit ihm wurden ebenfalls die weiteren Mitglieder des Präsidiums einstimmig bestätigt: Lutz Stahl von der Deutschen ErdWärme GmbH, Leonhard Thien von der Energieagentur.NRW sowie Prof. Dr. Inga Moeck vom Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik.

Im kommenden Jahr lädt der Bundesverband Geothermie zum Branchenaustausch ins Ruhrgebiet ein. Der DGK 2017 findet vom 27. bis 29. November im Haus der Technik in Essen statt. Interessenten können sich per E-Mail unter info(at)geothermie.de bereits für den Infoverteiler registrieren.

Fotos zum DGK 2017 finden Sie hier: www.der-geothermiekongress.de/fotos.html

Quelle: BVG-Pressemitteilung