Weltklimakonferenz COP23 in Bonn gestartet

06.11.17 | Politik & Recht

 

Das Logo der disjährigen Weltklimakonferenz. - Foto: Wikimedia

In Bonn tagen ab heute über 20.000 Teilnehmer aus 196 Staaten plus der EU auf der jährlichen Weltklimakonferenz Cop23 unter der Präsidentschaft des südpazifischen Inselstaats Fidschi. Bis zum 17.11. wird darüber verhandelt, wie die 17 Nachhaltigkeitsziele und die Ziele des Pariser Klimaabkommens gemeinsam erreicht werden können. Parallel zu den Verhandlungen werden von staatlichen Einrichtungen, Organisationen und Wissenschaftseinrichtungen Projekte zum Thema Klimaschutz präsentiert.  Die Konferenz wird von dem Klimasekretariat der Vereinten Nationen durchgeführt.

Die Cop23 baut auf den Zielen und Ergebnissen der vergangenen Klimakonferenzen auf. Das Pariser Klimaabkommen als Ergebnis der Cop21 dient als Grundbaustein der 23. Weltklimakonferenz. Darin hatten sich die Staaten erstmals gemeinsam darauf verständigt die Klimaerwärmung bis Ende des 21. Jahrhunderts auf deutlich unter 2 °C, möglichst 1,5 °C zu beschränken. Zudem wurde am Rande der Gespräche die Weltgeothermieallianz (Global Geothermal Alliance) gegründet. Das Ziel der Cop23 ist, die Details der Anwendung des Pariser Abkommens von 2015 zu verhandeln und somit ein ‘‘Regelbuch‘‘ zu erstellen, welches auf dem nächsten Klimagipfel verabschiedet werden kann. Außerdem wird weiterhin das Ziel einer deutlichen Emissionsverringerung verfolgt, was sich jedoch bei einem tatsächlichen Austritt der USA schwieriger gestalten dürfte.

Abgesehen von der Konferenz bietet das Bundesland Nordrhein-Westfalen (NRW) weitere Nebenveranstaltungen an, wie z. B. die NRW Climate Lounge, eine Fachkonferenz am 10. November und diverse Exkursionen, wie bespielweise zum Hotel Kameha Grand, das von der Nutzung der Erdwärme profitiert. Außerdem macht das Side-Event ,,Renewables working together“ auf die Bedeutung der erneuerbaren Energien aufmerksam, welche eine wichtige Rolle im Kampf gegen den Klimawandel spielen. Das Side-Event wird von der REN Alliance in Kooperation mit unter anderem der International Geothermal Agency (IGA) veranstaltet.

 

Quellen: Energie Agentur NRW, Informationsdienst Wissenschaft, Cop23, ISES