München: Erhöhte Leistung durch sechs anstatt vier Bohrungen

07.11.17 | Tiefe Geothermie

 

Der Platz des ehemaligen Heizkraftwerks dient nun als Anlage für die geplanten Bohrungen der Stadtwerke München. - Foto: Stadtwerke München

Im Münchener Stadtteil Sendling planen die Stadtwerke München auf dem Gelände des ehemaligen Heizkraftwerks sechs geothermische Bohrungen. Ursprünglich geplant waren nur vier Bohrungen. Mit den zusätzlichen zwei Bohrungen wollen die Stadtwerke München die Leistung der Geothermieanlage auf 50 Megawatt erhöhen.  Das Geothermieheizwerk soll ab 2019 Fernwärme für die Netze in Sendling, Perlach und der Innenstadt liefern. Dadurch rückt das Ziel Münchens, ihre Fernwärme bis 2040 zu 100 % aus erneuerbaren Energien zu beziehen, einen Schritt näher. Die Bohrarbeiten am Standort sollen zu Beginn des nächsten Jahres starten.

Die Stadtwerke München erwarten den Malm, der als Thermalwasserquelle dienen soll, in einer Tiefe von 2.400 bis 3.000 Meter. Die Bohrungen werden ca. 4.500 Meter lang sein und in einem Bogen abgeteuft werden. Erst wird rund 1.000 Meter senkrecht in die Tiefe gebohrt und danach werden die Bohrungen abgelenkt und voneinander weggeführt. „Das ganze spielt sich in mehr als 1.000 Meter Tiefe ab, und wir haben durch die seismischen Messungen die Risiken minimiert. Wir wissen ziemlich genau, was uns dort unten erwartet,“ wird Christian Pletl auf der Webseite des Oberbayerischen Volksblattes zitiert. Die Bohrungen werden ein Jahr dauern. Danach ist ein nächstes Geothermieprojekt in Perlach geplant. Darüber hinaus planen die Stadtwerke München 13 bis 14 weitere Anlagen bis 2040.

 

Quelle: Oberbayrisches Volksblatt Online