Pilotprojekt: Auch Schweizerische Bundesbahnen testen geothermische Weichenheizung

14.11.17 | Oberflächennahe Geothermie

 

Durch zukünftige geothermische Weichenheizungen will die SBB auch im Winter für einen geregelten Zugverkehr sorgen. - Foto: Wikimedia

Im September starteten die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) in Eschenbach ein Pilotprojekt zur Beheizung von Weichen mit Geothermie. Die Erdwärme wird über eine Erdsonde in Kombination mit einer Wärmepumpe beschafft. Durch eine geothermische Beheizung der Weichen wird eine Energieeinsparung von bis zu 30 % erwartet. Diese Maßnahme soll dazu beitragen, dass die SBB bis 2025 im Rahmen des Energiesparprogramms eine Energiesenkung von 20 % realisieren kann. Auch die Deutsche Bahn erkennt bereits Möglichkeiten im Bereich einer geothermischen Weichenheizung.

Zurzeit sind 360 Mitarbeiter im Winterdienst der SBB beschäftigt, welcher von Mitte Oktober bis Mitte April andauert. In dieser Zeit sind ca. 7.400 Weichen beheizt, was der Hälfte aller Weichen der SBB entspricht. Die Weichen werden derweil noch zu 38 Prozent mit Gas und zu 62 Prozent elektrisch von Eis freigehalten. Für einen durchschnittlichen Winter liegt der Energieverbrauch der Weichenheizungen bei 60-70 Gigawattstunden.


Quelle: Pressemitteilung Presseportal Schweiz