Programm ,,Geothermie 2020“ geht in die praktische Phase über

20.11.17 | Geothermie weltweit

 

Die Flagge der Schweiz. -Foto: Wikimedia

Die Services industriels de Genève (SIG) führen eine erste Explorationsbohrung in einer Tiefe von 650 Meter in der Gemeinde Satigny in Genf aus. Das Projekt wird im Zusammenhang mit dem Programm ,,Geothermie 2020“ durchgeführt und es werden Wassertemperaturen von 25 bis 35 Grad Celsius erwartet. Nach einer dreijährigen theoretischen und analytischen Phase geht das Programm nun in die praktische Phase über. Die mitteltiefe Erkundungsbohrung soll die vorher kalkulierten Werte überprüfen. Die Bohrarbeiten erstrecken sich über einen Zeitraum von 5 Monaten und die Investitionskosten betragen 1,5 Millionen Franken (ca. 1,29 Mio. Euro). Das Ziel des Programms ,,Geothermie 2020“, Teile von Genfer Haushalten mit Erdwärme zu beheizen und eine reduzierte Nutzung der fossilen Energieträger, rückt somit einen Schritt näher.

In Genf werden zurzeit mehr als zwei Drittel der Energie aus Öl und Erdgas gespeist. Der kantonale Energieplan sieht jedoch eine Senkung des Energieverbrauchs durch Öl und Erdgas um 53% bis 2035 vor. ,,Die Erdwärme kann eine zentrale Rolle spielen für die Energiewende: Energiebereitstellung von Wärme und Kälte, und früher oder später auch von Strom,“ wird  Antonio Hodgers, Staatsrat und Vorsitzender des Departements für Raumplanung, Wohnungswesen und Energie (DALE) auf der EE-news Seite zitiert. Abhängig von dem Ergebnis der jetzigen Bohrung werden in den nächsten drei Jahren drei bis sechs weitere Bohrungen in mittlerer Tiefe angepeilt.


Quelle: ee-news.ch