Wellnesshotel im Zillertal: Erdwärmeheizung lohnt sich

16.01.18 | Geothermie im Bestand

 

Das Wappen des Ortes Finkenberg, in welchem das STOCK resort steht. - Foto: Wikimedia

In Finkenberg in Österreich wurde vor knapp 5 Jahren mit der Versorgung des 5-Sterne Hotels STOCK durch Geothermie begonnen. Schon jetzt ist klar, dass sich die Investitionen in Höhe von 850.000 Euro wie erwartet innerhalb von 15 Jahren lohnen werden. Im Jahr 2013 wurden für die Geothermie-Anlage neun Sonden mit einer Tiefe von 400 Meter installiert und 3 Wärmepumpen mit einer Leistung von insgesamt 450 Kilowatt aufgestellt. Im Sommer wird die Erdwärme zum Kühlen und im Winter zum Heizen benutzt. Der Gasverbrauch ist durch die Geothermie um 70 Prozent gesunken. 6.600 Nutzerstunden der Hotelgäste von ca. 8.500 können nur durch geothermische Energieversorgung gedeckt werden.

Die Nutzung der Geothermie war jedoch kein spontanes Vorhaben des Hotelchefs Josef Stock. Der Zufall wollte es, dass unter den langjährigen Stammgästen der Geothermie-Professor Ingo Sass war. Er riet dem Hotelchef jahrelang zur Nutzung der Geothermie aufgrund der guten geologischen Bedingungen vor Ort. Als dann ein Anbau zum Hotel geplant wurde, war die Gelegenheit gekommen. Der Professor der TU Darmstadt plante hierbei die geothermische Anlage für das Hotel. ,,Wenn mich jetzt die Gäste auf das Thema ansprechen – was übrigens häufig passiert -  kann ich sagen, dass wir mit Erdwärme und Gas heizen. Das kommt dann natürlich immer sehr gut an“ sagte der Hotelchef Josef Stock.


Quelle: energiezukunft