Garching an der Alz: Neue Erkenntnisse über den Untergrund

20.07.18 | Tiefe Geothermie

 

Der Bohrplatz in Garching an der Alz von oben. - Foto: Silenos Energy GmbH

Seit Mitte Mai laufen die Bohrarbeiten durch die Silenos Energy GmbH auf dem Bohrplatz in der bayrischen Gemeinde Garching an der Alz. Die Errichtung einer Geothermieanlage wird sich durch neueste Geschehnisse um einige Wochen verzögern. Ein Untertagewerkzeug ist in über 3.600 Meter Tiefe zerbrochen. Das Problem ist eine harte Kalksteinschicht, welche sich entgegen aller Vorab-Untersuchungen widerspenstiger als geplant erweist. Um die Zielteufe zu erreichen, ist es nötig einen Bypass zu bohren. So muss die ganze Bohrung nicht wiederholt, sondern nur abgelenkt werden.

Nach der Fertigstellung des Heizkraftwerks wird mit einer elektrischen Leistung von 3,5 Megawatt und einer thermischen Leistung von 6,5 Megawatt gerechnet. Die Temperatur des zu erwartenden Wassers beträgt zwischen 120 und 130 Grad Celsius. Mitte 2020 könnte die Geothermieanlage fertiggestellt werden.

Weitere Informationen zum Garchinger Geothermieprojekt finden Sie hier.

Quelle: Passauer Neue Presse, Silenos Energy GmbH