7. Energieforschungsprogramm: Ergebnisbericht „Technologien für die Energiewende“ übergeben

31.07.18 | Forschung & Entwicklung

 

Der Ergebnisbericht „Technologien für die Energiewende“ wurde am vergangenen Mittwoch an BMWI Staatssekretär Thomas Bareiß übergeben. Zu sehen ist das Titelbild des Berichtes. - Foto: BMWI

Wissenschaftler vom Wuppertaler Institut und der Technischen Universität München haben vergangenen Mittwoch dem Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Thomas Bareiß, den Ergebnisbericht „Technologien für die Energiewende“ übergeben. Der Ergebnisbericht zum Abschluss des strategischen Leitprojekts „Trends und Perspektiven der Energieforschung“ ist ein wichtiger Meilenstein zur Vorbereitung des neuen siebten Energieforschungsprogramms, welches die Bundesregierung im Herbst 2018 im Kabinett verabschieden will.

Staatssekretär Bareiß hierzu: „Die Energieforschung ist ein strategisches Element der Energiepolitik und unverzichtbar für den langfristigen Erfolg der Energiewende. Sie hat in den letzten Jahren beeindruckende Resultate geliefert, beispielsweise im Bereich Energiespeicher oder hochenergieeffiziente und klimaneutrale Gebäude, aber auch in der Anwendung Erneuerbarer Technologien wurde viel geleistet. Forschungsanreize sollten allerdings nie einschränken und ausgrenzen, sondern freien Raum und Offenheit bieten. Deshalb ist Technologieoffenheit ein grundlegender Faktor für die Zukunft. Die Ergebnisse aus dem strategischen Leitprojekt ‘Trends und Perspektiven der Energieforschung‘ liefern belastbare wissenschaftliche Erkenntnisse zu Potenzialen innovativer Energietechnologien und damit wichtiges Input für das neue Energieforschungsprogramm der Bundesregierung.“

Zur Vorbereitung des 7. Energieforschungsprogramms hatte das Bundeswirtschaftsministerium 2017 einen breiten Konsultationsprozess durchgeführt. Daran haben sich zahlreiche Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und den Bundesländern beteiligt und unter anderem Positionspapiere und Expertenempfehlungen eingereicht. Ergebnisse wurden im Februar 2018 der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Konsultationsprozess wurde zudem durch das strategische Leitprojekt „Trends und Perspektiven der Energieforschung“ wissenschaftlich begleitet. Die nun übereichten Studienergebnisse dienen als wissenschaftliche Grundlage für das 7. Energieforschungsprogramm.

Im Fokus der heute übergebenen wissenschaftlichen Analyse stand eine umfassende, auf einer Vielzahl von Kriterien basierende Technologiebewertung, mit der unter anderem das Innovations- und Marktpotenzial zukunftsfähiger Energietechnologien im internationalen Kontext und die damit verbundenen industriepolitischen Potentiale sowie Innovationslücken bewertet wurden. Die Forscher haben zudem Eckpunkte für die künftige Gestaltung von Förderstrategien in der Energieforschung formuliert. Die Federführung des Forschungsprojekts lag beim Wuppertal Institut und der Technischen Universität München.

Regionenübergreifend bestehen F&E-Bedarfe für die Tiefe Geothermie in den Bereichen Erkundung, Erschließung, Reservoirmanagement, Fluidförderung und Energiebereitstellung. Für den Bereich Oberflächennahe Geothermie sieht der Bericht folgende F&E-Bedarfe vor: Risikominimierung durch Technikverbesserung, die Optimierung von Wärmepumpen, eine Kostensenkung durch die Verbesserung von Bohrverfahren, erhöhte Leistungsfähigkeit der Erdwärmesonden und die Bereitstellung mitteltiefer Erdwärmesysteme zur Versorgung größerer Infrastrukturen.

Den kompletten Ergebnisbericht „Technologien für die Energiewende“ finden Sie hier.

Quelle: BMWI