Förderung

Die Geothermie erfüllt als Erneuerbarer Energieträger eine wichtige Aufgabe im Rahmen einer langfristig tragfähigen, das Klima schonenden, der natürlichen Umwelt angepassten und sicheren Energieversorgung. Ein weiterer Ausbau der Erdwärmenutzung für die Stromproduktion, die Versorgung mit Wärme und Klimakälte unterstützt die Bundesregierung bei der Umsetzung ihrer internationalen klima- und umweltpolitischen Verpflichtungen. Mehr Geothermie macht die Bundesrepublik und die Mitgliedsstaaten der EU unabhängiger von der Einfuhr von Energierohstoffen und hilft, die Energiepreise angesichts schwindender fossiler Ressourcen zu stabilisieren. Um diese Aufgaben immer schneller und in immer größerem Umfang bewältigen zu können, werden Forschung, Entwicklung und Markteinführung aus öffentlichen Mitteln unterstützt. Daraus entsteht eine für beide Seiten gewinnbringende Situation. Die Fördergeldnehmer erhalten die Möglichkeit zur Entwicklung und Erprobung neuer Technologien und können diese in den Markt einbringen. Die Fördergelder unterstützen Forschung, die politische Zielvorgaben umsetzt, letztendlich zu neuen, innovativen Produkten führt, Arbeitsplätze schafft und Exportmärkte öffnet. Durch weniger Sozialausgaben, zusätzliche Steuereinnahmen und Einsparungen bei den Kosten für Umwelt- und Klimafolgeschäden werden die in die Förderung investierten Mittel wieder hereingeholt.

Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz fördert die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien in der Bundesrepublik Deutschland. Die Hauptförderung erfolgt über eine garantierte Einspeisevergütung für den erzeugten Strom.

Weitere Informationen entnehmen Sie dem aktuellen Gesetzestext.

Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz

Seit 2009 fördert die Bundesregierung über das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) die Beheizung bzw. Kühlung von Gebäuden mittels Erneuerbarer Energien. Seitdem sind Bauherrn verpflichtet bei Neubauten mit über 50m2 Nutzfläche min. 50% der Wärme aus Erneuerbaren Energien zu beziehen (abweichende Werte gelten für die Solarthermie). Auch die Nutzung von Abwärme oder Dämmmaßnahmen können geltend gemacht werden.Zusätzlich gelten Vorschriften für die Sanierung von Altbauten.

Die finanzielle Förderung wird durch das MAP (siehe unten) realisiert.

Weitere Informationen erhalten Sie beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Marktanreizprogramm (MAP)

Das Marktanreizprogramm (MAP) fördert die Nutzung Erneuerbarer Energien zur Wärmeerzeugung. Ein zentrales Ziel der Förderung ist es, durch den Investitionsanreiz den Absatz von Technologien der Erneuerbaren Energien im Wärmemarkt zu stärken. Gesetzlich ist das Marktanreizprogramm im EEWärmeG (siehe oben) verankert.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Energieeinsparverordnung (EnEV)

Eine moderne Energieversorung nimmt auch die effiziente Energieversorung mittels baulichem Wärmeschutz (Dämmung) und den Einsatz moderner Heiztechnologien vor. Die Energieeinsparverordnung, seit 2002 in-Kraft, schreibt die notwendigen bautechnischen Standardanforderungen für Wohn-, Büro- und Betriebsgebäude basierend auf dem Jahresprimärenergiebedarf vor.

Dazu zählt etwa die Vorschrift alte Heizungsanlagen gegen moderne Heizsysteme mit entsprechender Zertifizierung auszutauschen oder bestimmte Sanierungsmaßnehmen für Altbauten umzusetzen. Zu den modernen Heizanlagen zählen auch Geothermieanlagen, die auch im Zuge einer Sanierung eingebaut werden können.

Die genauen Bestimmungen finden Sie im Gesetzestext.

Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG)

Ziel des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWKG, seit 2002 in-Kraft) ist es die Anzahl von Anlagen zu erhöhen, die gleichzeitig Strom und Wärme produzieren. Bis 2020 soll auf diese Weise der Anteil der Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK-Anlagen) durch Modernisierung und Neubau auf mindestens 25 % erhöht werden.

Die Unterstützung ist vor allem vorgesehen für den Neu- und Ausbau von Wärme- und Kältenetzen, von Wärme- und Kältespeichern und die Einführung der Brennstoffzelle. Das eingesetzte Förderinstrument ist, ähnlich wie beim EEG, die Garantie des Abnahmepreises bis zu einer bestimmten Leistung.

Die exakten Fördersätze richten sich nach der entsprechenden Anlage und ihrer Leistung und können auf der Seite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie abgerufen werden.

Erneuerbare-Energien-Richtlinie

Auch über die Grenzen der Bundesrepublik Deutschland hinaus wird der Ausbau der Erneuerbaren Energien im Strom- und Wärmesektor sowie den Verkehr gefördert. Ein Ausdruck davon ist die Erneuerbare-Energien-Richtline der Europäischen Union. In der Richtlinie werden verbindliche Anteile der Erneuerbaren Energien an der gesamten verbrauchten Energie der einzelnen Mitgliedsstaaten festgelegt mit dem Ziel im Jahr 2020 in der gesamten EU einen Anteil von min. 20% der Erneuerbaren Energien am Gesamtenergieverbrauch zu erreichen.

Ausgehend von den Werten des Jahres 2005 wurden die Quoten festgesetzt. Für die Bundesrepublik Deutschland bedeutet dies, dass sie bis 2020 min. 18% ihres Bruttoendenergieverbrauchs aus Erneuerbaren Quellen decken muss.

Aufbauend auf der Erneuerbaren-Energien-Richtlinie der EU wurden in den Mitgliedsstaaten entsprechende Gesetze erlassen, um die festgelegten Ziele zu erreichen. Die entsprechenden Gesetze finden Sie oben. 

Forschungsförderung

Für die projektorientierte Forschung zu Photovoltaik, Windenergie, Geothermie, solarthermischer Stromerzeugung, solarer Wärme- und Kälteerzeugung sowie Wasserkraft und Meeresenergie ist das Bundesumweltministerium (BMU) zuständig.

Gefördert werden insbesondere F&E-Arbeiten, die zu folgenden zentralen Zielen beitragen:

  • Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit erneuerbarer Energien durch Kostensenkung,

  • Ausbau der Technologieführerschaft Deutschlands,

  • umwelt- und naturverträgliche Weiterentwicklung der Technologien,

  • Integration Erneuerbarer Energien in die öffentlichen Versorgungsnetze,

  • rascher Technologietransfer von der Forschung in den Markt.

Um die geothermische Stromerzeugung trotz der in Deutschland vergleichsweise ungünstigen geologischen Bedingungen an den Markt heranzuführen, müssen Kosten und Risiken bei der Erschließung geothermischer Energie weiter gesenkt werden. Den Rahmen für die Forschungsförderung im Energiebereich bildet das 5. Energieforschungsprogramm der Bundesregierung. Es ist seit 2006 in Kraft. Auf dieser Grundlage legt das Bundesumweltministerium (BMU) für die einzelnen Technologien in regelmäßigen Strategiegesprächen mit Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft seine Förderschwerpunkte fest. Diese finden Ihren Niederschlag in Förderbekanntmachungen. Die aktuellen Förderbekanntmachungen finden sich im Internet unter www.erneuerbare-energien.de.