EU-Parlament beschließt Förderung erneuerbarer Energieträger
Energieexperte: Meilenstein für Solarenergie in der EU
Wien (pte, 04. Jul 2001 14:00) - Das Europäische Parlament hat heute, Mittwoch, in zweiter Lesung die Richtlinie zur Förderung von Strom aus erneuerbaren Energieträgern beschlossen. Dies teilte der EU-Abgeordnete und Energieexperte Hans Kronberger http://www.kronberger.net gegenüber pte mit. Die Richtlinie sieht vor, dass in der Europäischen Union der Anteil von Strom aus Sonne, Wasser, Wind und Biomasse bis zum Jahr 2010 von 13,9 auf 22,1 Prozent erhöht werden muss. "Für Österreich gilt es, den Anteil von sauberen Strom von 70 Prozent im Jahr 1997 auf 78 Prozent im Jahr 2010 zu steigern", so Kronberger.
Jedem Mitgliedstaat werden zur Erreichung des Gesamtzieles konkrete Einzelziele gesetzt. "Diese Ziele sind zwar einstweilen nur Richtwerte, doch sollten die Mitgliedstaaten zu wenig Anstrengungen unternehmen, kann die Kommission einen neuen Vorschlag mit verbindlichen Zielen erlassen ", sagte Kronberger. Die Richtlinie sieht u.a. eine Kennzeichnungspflicht für Strom aus erneuerbaren Energieträgern vor. Die Kennzeichnungspflicht aller Energiearten wurde nicht erreicht.
Kronberger weiter: "Auch wenn der Europäische Rat nicht alle Forderungen der EU-Parlamentarier zugunsten erneuerbarer Energien übernommen hat, so werden mit dieser Richtlinie endlich faire Rahmenbedingung, wie etwa vorrangiger Netzzugang und gerechte Durchleitungskosten, geregelt. "Damit ist die Basis für einen Marktdurchbruch erneuerbarer Energieträger geschaffen", so Kronberger. Für den EU-Abgeordneten bedeutet die Umsetzung der Richtlinie einen großen Schritt zur Verwirklichung der Kyoto-Ziele. "Ich gehe davon aus, dass der EU-Rat die Richtlinie noch im Juli erlässt", resümiert der Energieexperte.
Aussender: pressetext.austria







